Ich bin zurück in Windhoek, im Chamäleon Rucksackhotel. Es ist bereits 8 Uhr morgens. Ich sitze mit meinem Laptop im Bett  und lasse die letzten zwei Tage an mir vorüberziehen.

Iris und Mike Hemmung nehmen mich mit ihrem Leihwagen mit zum Etosha Nationalpark. Wir genießen hier zwei Tage. Ich freue mich, dass spät am Abend noch Elefanten und Nashörner zum Wasserloch kommen. Am frühen Morgen ziehen hunderte Zebra's zum Wasser. Gemischte Gefühle steigen in mir auf. In den letzten vier Wochen hat es fürchterliche Brände gegeben, wobei im Park mindestens 200 Großtiere qualvoll verbrannt sind. Durch falsch gelegte Gegenfeuer, wie die Allgemeine Zeitung von Namibia berichtete, hatten viele Tiere keine Chance und sind in Panik ins Feuer gelaufen. In der Zeitung wurde von 30 Kudu's, 60 Giraffen, 30 Nashörnern, 11 Elefanten und vielen weiteren Antilopen berichtet, die im Feuer umgekommen sind. Teilweise riecht es im Park stark verbrannt. An einzelnen Bäumen oder am Boden kämpft sich erstes Grün hervor.

 

 Auf der Rückfahrt vom Etosha Nationalpark nach Windhoek rennt ein Warzenschwein in Mike's Mietauto. Zum Glück hat Mike die Kontrolle über das Auto behalten und somit Schlimmeres verhindert. Wir sind trotzdem sehr geschockt. Unsere anfänglichen Bedenken, uns abschleppen lassen zu müssen, bestätigen sich nach etwa 20 Minuten nicht mehr. Unter der rechten vorderen Kotseite tropfte Wasser heraus. Es stammte vom Wildschwein, wie sich später herausstellt. Vor uns liegen noch etwa 200 km Fahrt bis Windhoek.


 Im Chamäleon gibt es für mich nur noch Platz im Bettenlager. Ich bin sehr enttäuscht. Ich wusste dies mit Beginn meiner Buchung, aber hoffte bis zur letzten Minute, dass doch noch ein Zimmer frei geworden ist. Iris und Mike wollen 5 Uhr zum Flughafen abreisen. So besprechen wir in der Rezeption, dass ich den Rest der Nacht in ihrem Zimmer verbringen darf und ich somit über ein eigenes Bad mit WC verfüge. Da wir durch unseren Unfall relativ spät im Chamäleon ankommen, bestellen wir an der Bar unser Abendbrot über den Pizzadienst. 21 Uhr stellt sich jedoch heraus, dass der Lieferant uns vergessen hat und uns nun gegen 21:30 unser Essen liefern wird. "Nein danke", sagen wir und gehen verärgert und hungrig zu Bett.

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