Dies ist mal wieder ein eher kurzer Blogeintrag, weil ich zum einen ein uneingeschränktes Verständnis für die Meinung der fünf Leser habe, die mich deswegen heute zwischen zehn und elf angerufen haben, während ich zum anderen gar nicht erst versucht habe, die Gründe für die Entscheidung meiner Kollegen dahingehend ausführlicher zu erläutern, den Anrufern etwas von ihrem Unmut beziehungsweise auch von ihrer Angst nehmen zu wollen. Die drei Frauen und zwei Männer waren sich einig: Mit den Artikeln "Die Bombennacht von Chemnitz" auf der Titelseite und "Der Bruch" auf der Seite "Zeitgeschehen" sowie der Panoramaseite mit der Überschrift "Der Tod, der vom Himmel fiel" an die verheerenden Bombenangriffe und schrecklichen Ereignisse vom 5. März 1945 zu erinnern und ihnen mit dem heutigen "Friedenstag" zu gedenken, ist ein eklatanter Widerspruch zu dem Bericht "Militärkonvois rollen an" auf der Seite "Kommentar & Hintergrund", in dem es um das das demnächst startende Großmanöver an der Ostgrenze der Nato geht. Nur dies möchte ich hier schreiben, weil ich es auch den Leuten am Telefon gesagt habe: Die Realität ist manchmal eine grausame, nur sollten wir niemals aufhören, dies auch auszusprechen, und erst recht dann besonders laut, wenn wir das Gefühl haben, niemand würde uns zuhören wollen.

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