Weil ich heute (nach gestern) nicht schon wieder darauf verzichten möchte, als Folge der vielen Reaktionen von Lesern auf die Ereignisse bei und nach der Wahl eine neuen Ministerpräsidenten von Thüringen, bei denen es fast immer darum zu erläutern, warum das alles entweder gar nichts oder (im Gegensatz dazu) besonders viel mit Demokratie zu tun hat, einen Blogeintrag schreiben zu können, habe ich mich nun kurzerhand dazu entschieden, meine Randnotizen aus den Protokollen der Gespräche mit Lesern zum Wochenausklang auf eine Weise zu minimieren, die zumindest mir kein schlechtes Gewissen macht. Also:

Episode 1: Zu der aktuellen gesellschaftlichen und politischen Lage in Deutschland hat mir ein Leser unter anderem dieses Zitat aus der Bibel zukommen lassen (Buch der Weisheit, Kapitel 8, Vers 17 und 18):

"Als ich dies bei mir überlegte und in meinem Herzen erwog, dass Verwandtschaft mit der Weisheit Unsterblichkeit bringt, die Freundschaft mit ihr reine Freude und die Mühen ihrer Hände unerschöpflichen Reichtum, dass stete Übung des Umgangs mit ihr Klugheit bringt und das Zwiegespräch mit ihr Ruhm, da ging ich auf die Suche nach ihr, um sie heimzuführen."

Episode 2: Seine Meinung zur Diskussion über die Ursachen und Folgen des Klimawandels sowie allgemein zur Situation unseres Planeten hat mir ein Leser in Versform geschickt, allerdings ausdrücklich mit dem Hinweis, dass sie zwar eine pessimistische sei, das Gedicht aber durchaus auch satirisch gemeint sei.

 

Tschüss Erde

Überschwemmungen und Trockenheit

wechseln sich ab in unserer Zeit.

In Unwettern geht die Welt fast unter,

die Wälder brennen ab wie Zunder, 

der Borkenkäfer frisst den Rest noch auf,

Der Schwammspinner setzt noch einen drauf.

 

Terroristen bringen Menschen um,

die Politik, die schert sich wenig drum,

der Coronavirus wartet überall,

bald gibt es einen großen Knall.

Wir Menschen werden wahrlich nicht geschont,

am besten fliegen wir zum Mond.

 

Der Mensch forscht seit uralten Zeiten,

sich das Leben bequem und schön zu bereiten.

Doch richtet sich dieses Bestreben

leider auch manchmal gegen da Leben,

doch nun spüren wir ganz beklommen, 

wir sind am Höhepunkt angekommen.

 

Es artet aus der Forschungsdrang

in Selbstzerstörung und Untergang.

Joachim B.

 

Episode 3: Ein Anrufer wollte mit mir darüber reden, dass es seiner Ansicht nach gewissen Parallelen gebe zwischen der Tatsache, dass China gerade vom Corona-Virus heimgesucht werde, und dem Bemühen der USA in den Jahren von 1959 bis 1972 mithilfe des Corona-Programms, das aus einer Reihe von strategischen Aufklärungssatelliten bestand, die von der Direktion für Wissenschaft und Technologie der CIA mit erheblicher Unterstützung der US-Luftwaffe hergestellt und betrieben wurden, vor allem die UdSSR und China auszuspionieren, doch leider musste ich dem Mann dies mitteilen: "Tut mir leid, ist gerade ganz schlecht, würden Sie mir das bitte aufschreiben und schicken?" Dann dies, ein Wunder denke ich: "Mache ich gern, Sie hören oder lesen bald von mir."

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