Drei Fragen und keine Antwort

Schon gehört?
Sie können sich Ihre Nachrichten jetzt auch vorlesen lassen. Klicken Sie dazu einfach auf das Play-Symbol in einem beliebigen Artikel oder fügen Sie den Beitrag über das Plus-Symbol Ihrer persönlichen Wiedergabeliste hinzu und hören Sie ihn später an.
Artikel anhören:

Drei Fragen habe ich heute von Lesern gestellt bekommen, auf die ich keine Antwort gegeben habe, aber nicht, weil ich keine wusste, sondern wegen der weisen (nämlich meiner) Erkenntnis, dass ich mir noch mehr verbalen Diskussionsbedarf ersparen kann, wenn ich schweige, statt zu sagen, was ich denke, weil die Leute oft nur drauf aus sind, Widerstand zu provozieren, um sich daran noch mehr abarbeiten zu können. Diese Fragen waren es:

"Gehören Sie auch zu diesen Zeitungsfritzen?", wollte ein Mann von mir wissen, nachdem ich mich vorgestellt hatte, doch er musste sich damit zufrieden geben: "Was kann ich für Sie tun?" (Sauer war er, weil er etwas von einem "Newsletter" gelesen hatte, aber diesen Begriff in seinem Wörterbuch (noch aus DDR-Zeiten) nicht gefunden hatte.)

"Meinen Sie nicht auch, dass man nach der Messerattacke in Dresden den Gründern und Organisatoren der Pegida-Demonstrationen in Dresden noch nachträglich die Füße küssen müsste?", fragte mich ein Leser, bevor ich noch ein paar Sekunden weiter zuhörte und mich dann freundlich von dem Mann verabschiedet habe.

"Haben Sie den Text über die Änderung der Allgemeinverfügung auf Grundlage der neuen Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung der Stadt Chemnitz auf der Seite 20 in der Zeitung gelesen?", fragte mich eine Frau in der Leitung, aber weil es bereits der dritte Anruf wegen dieses Anliegens war, habe ich nur gesagt, dass die Verantwortlichen in der Anzeigenabteilung bereits darüber informiert sind, statt sie zu fragen, ob sie in ihrem Haushalt über eine Lupe verfügt. 

Weitere Blog-Einträge