Es gibt eine ganze Reihe an Themen, die mich seit Anbeginn meiner Zeit als Leserobmann begleiten und in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen dafür sorgen, dass sich Leser bei mir beschweren, weil meine Kollegen mal wieder (angeblich) ohne ein Gespür für die Konsequenzen einen Artikel oder ein Foto in die Zeitung gesetzt haben, die mit einem verantwortungsvollen Journalismus ihrer Ansicht nach nichts zu tun haben. Damit es zu keinem Missverständnis kommt: Die Anrufer meinen, dass die Redakteure nicht erkannt haben, was sie damit anrichten, wenn die über dieses eine Thema auf gerade diese Art und Weise berichten oder das schlimme Bild zu einem Artikel stellen. Manche Leser unterstellen meinen Kollegen sogar Vorsatz, wobei sie mir eigentlich nie erklären können, wie sie darauf kommen, und manche Anrufer halten die die Redakteure für fachlich einfach nicht kompetent genug, um sich ihrer Verantwortung überhaupt bewusst werden zu können, was ihrer Ansicht nach das Fehlverhalten noch schlimmer macht. Lang Rede, kurzer Sinn, dieses Beispiel: Seit dem Erscheinen des Artikels am vergangenen Freitag haben vier Leute sich deswegen bei mir beschwert (siehe Foto oben). Nun ist dies ein Rätsel, und die Auflösung steht weiter unten, aber wer mich und meine Arbeit bessser nachempfinden können möchte, überlegt erst und wartet die Denkpausen ab, bevor er die Antwort erfährt. Die Frage: Warum ist den Lesern dieses Foto so in die Nase gefahren, warum ist ein "typisches Beispiel" für "verantwortungslosen Journalismus"?

 

 

Denkpause

 

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Die Antwort darf eine der Anruferinnen formulieren: "Auf der ganz Welt machen sich die Menschen unentwegt Gedanken darüber, wie die Verschmutzung der Meere durch Plastik eingedämmt werden kann, und Sie zeigen, wie Schüler aus Plastik bestehende Luftballons aufsteigen lassen. Ich fasse es nicht, was meinen Sie, wie weit die fliegen oder wo die am Ende landen?"

 

 

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