Heute melde ich mich aus der n'Kwazi Lounge. Seit der Fussball-WM 2010 steht in der Lounge ein Flachbildfernseher. Auf dem alten Computer daneben koennen die Touristen am Abend, wenn Strom vorhanden ist, ihre Fotos auf ihren USB-Stick herunterladen. Wenn der Computer frei ist, kann ich versuchen, mit Valeries MTC-Verbindung Kontakt ins Internet aufzunehmen. Im Moment ist Fini...
Ich kann weiterarbeiten. Wynand hat heute mit Experten eine Konferenz ueber sein Wasserprojekt. Er moechte fuer alle Familien Wasser ins Dorf bringen. Im Moment haben einige Familien, die oberhalb der Schotterstrasse in der Naehe der Maria-Mwengere-Schule wohnen, die Moeglichkeit Wasser zu entnehmen. Dieses wird von Nam-Water bereitgestellt. Zu Beginn musste die Familie, die den Hauptanschluss erhaelt, 2000 NAD (ca. 200 EUR) gestaffelt ueber 4 Monate bezahlen. Anschliessend beteiligen sich alle Familien, die das noetige Geld haben und die an diesem Punkt Wasser entnehmen wollen, monatlich mit insgesamt 650 NAD. Wir besuchten gestern eine Familie, wo die monatlichen Wasserkosten auf 14 Familien aufgeteilt werden.
Die meisten Familien wohnen jedoch auf der gegenueberliegenden Strassenseite. Diese Menschen holen weiterhin ihr Wasser aus dem Fluss. Fuer diese moechte Wynand, der Wirt der n"Kwazi Lodge seinen Traum verwirklichen, siehe
http://nkwazi-communitytrails.com/de/weitere-projekte-in-planung/. Alle Menschen sollen Wasser in der Naehe ihres Hauses haben.
Es ist 18:45 Uhr. Jetzt kann ich hoffentlich mein Tagebuch fuer heute beenden. In mehreren Abschnitten habe ich bis Mittag geschrieben und als ich dann beenden wollte, war die Verbindung abgebrochen. Wir waren spaeter unterwegs in den Kraals einiger Familien, deren Vorschulkinder fuer den Besuch der Schule Unterstuetzung erhalten. Eine "lustige Begegnung", etwa 5 Kinder sind dabei Moertel anzumischen. Sie stehen alle gemeinsam in einer kleinen Huette und ruehren den Brei an, vollgeschmiert von den nackten Fuessen bis zu den Haaren. Zoegernd verlassen sie ihre kleine Huette, die den Moertel vor der fruehzeitigen Austrocknung bewahren soll. Nach anfaenglicher Scham haben wir grosse Freude beim "Fototermin".

Rueckblick auf heute Morgen, es gibt starken Regen in der Nacht. Ich gehe nach dem Fruehstueck zum "Computerarbeitsplatz" in die Lounge. Ueberall sind Wasserlachen. Die Computertastatur ist voll Wasser gelaufen. Ich stelle die Tastatur zum Trocknen in die Sonne - mein Thermometer zeigt 29,6 Grad Celcius im Schatten an. Nun am Abend ist die Tastatur leider noch nicht wieder verwendbar. Gut, dass Valerie aushelfen kann.

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