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Ein ganz normaler Morgen

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Die Gedanken kreisen in meinem Kopf. Ich kann nicht mehr schlafen. Lesen kann ich nicht, denn Elektrizität wird frühestens in zwei Stunden mit dem Generator erzeugt, und meine Stirnlampe wurde mir im vorigen Jahr zusammen mit meiner Arbeitstasche gestohlen. Dass ich keine Stirnlampe mehr besitze, ist mir erst wieder beim Packen meines Reisegepäckes für Namibia klar geworden. Die Petroleumlampe mit ans Bett zu nehmen, dürfte keine gute Idee sein.

Also missbrauche ich meinen Laptop zuerst als Ersatzleuchte, um meine Brille zu finden. Dann bereite ich mir einen angenehmen Platz auf dem Bett unterm Moskitonetz. Das Moskitonetz ist unbedingt nötig, da ich mich sonst vor Insekten an der nun einzigen Lichtquelle meines Computers nicht retten kann. Ich schreibe meine Gedanken nieder. Ins Internet kann ich nicht gehen. Ich hatte am Abend meinen Internetzugang mit ausreichend Geld aufgeladen. Nach einer kurzen Zeit stellte ich dann mit Schrecken fest, dass mein Zugang nur noch über zwei Namibische Dollar verfügt und mein neu aufgeladenes Geld nun zum Telefonieren und für jede Menge SMS genutzt werden kann, Wie das, meinen Laptop will ich für's Internet und nicht zum Telefonieren nutzen?

Das gleiche Problem stellte sich mir schon am Vortag. Ich wollte dies im MTC-Shop klären, dort standen jedoch die Kunden bis auf die Straße hinaus, sodass ich gleich wieder umkehren musste.

Bis das Leben erwacht, schreibe ich also noch am Laptop unterm Moskitonetz. Die Vögel beginnen inzwischen zu zwitschern. Ich werde noch im Swimmingpool schwimmen gehen, der sich jetzt nachts relativ stark abkühlt. Nach dem Frühstück warten ein paar Touristen auf mich, die mit mir die Vorschule besuchen möchten. Wie ich anschließend in die Stadt nach Rundu komme, sie ist etwa 20 km von Mayana entfernt, weiß ich noch nicht. Ich benötige Sticker für Namen, die ich den Kindern am Samstag zu unserem Kinderfest anheften werde.

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