Wirklich eine (mich und ihn befriedigende) Antwort hatte ich heute nicht auf die Frage eines Lesers am Telefon, ob es nicht besser wäre, die Wirtschaft nicht mit einem so immensen Kostenaufwand anzukurbeln und lieber davon auszugehen, dass die Folgen der Rezession auf jeden Fall eine gute Maßnahme gegen die Erderwärmung und den Klimawandel sind; irgendwie fand ich diesen Gedankengang nicht zum ersten Mal reizvoll, verbunden mit Hoffnung, dass es mir mittelfristig tatsächlich gelingt, mein eigenes Auto abzuschaffen, wir werden sehen. Außerdem frage ich mich, ob ich nicht entweder falsch verstanden worden bin in meiner Kolumne "Über Wörter" auf der aktuellen Seite "Leserforum", als ich die These aufstellte, dass die Intension für den Gebrauch eines Wortes entscheidend sei, ob es sich um einen Fall von Rassismus handelt, oder ob ich nicht sogar mit meinen eigenen Waffeln geschlagen worden bin, denn ein Leser hat mir heute mitgeteilt, dass zu DDR-Zeiten ein Neger zu seinen besten Freunden gehört habe, es habe sich bei diesem Mann um einen Vertragsarbeiter aus Mozambique gehandelt; zurechtgewiesen habe ich den Mann deshalb aber nicht, obwohl mir der Gedanke gekommen ist, dass die Einstellung des Leser zumindest im Ansatz doch eine rassistische ist. Komisch oder sogar witzig fand ich die Bemerkung eines anderen Lesers überhaupt nicht, der mir mitgeteilt hat, dass das Kartenspiele jetzt "Peter of Color" heißen müssen, wegen der politischen Korrektheit, wie er noch ausdrückblich betonte. Lächeln hingegen konnte ich bei einem anderen Hinweis, denn der Anrufer war ein Fleischermeister, dem in einem Bericht über einen in der Dritten Liga spielenden Fußballklub das Zitat eines Spielers aufgefallen war, denn der Kicker zeigte sich erfreut darüber, mal "drei Spiel am Stück" zu haben, weshalb der Metzger nun von mir wissen wollte: "Oder in Scheiben?" 

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