Insgesamt sieben völlig verunsicherte Leser haben sich bei mir gemeldet, nachdem sie kürzlich den Bericht "Keine Namen mehr auf Klingelschild" in der Zeitung gelesen hatten, denn sie alle beschrieben mir ihre Angst, was auf sie zukommen könnte, wenn das auch in Deutschland demnächst vorgeschrieben sein könnte, den Namen durch Zahlen ersetzen zu müssen. Daraufhin habe ich meine Kollegen über diese Reaktionen bei mir am Telefon zwischen zehn und zwölf informiert, was zur Folge hatte,  dass noch einmal recherchiert wurde und eine Woche später der Artikel "Experten: Klingelschild mit Namen kann bleiben" im Blatt war. In meinem Blogeintrag "Heute mit Hühnersuppe" hatte ich schon von dem Mann berichtet, der als Folge davon der Polizei mit Verweis auf die Datenschutzgrundverordnung die Genehmigung entziehen werde, ihn in seinem Auto zu blitzen, falls es zu schnell unterwegs war, denn das verstoße seiner Ansicht nach gegen das Recht auf das eigene Bild. Seiner Ansicht nach den überzeugendsten Beweis dafür, dass diese Diskussion völlig überflüssig ist, weil die Lage ganz eindeutig sei, wollte mir ein Leser liefern, indem er aus der Bibel zitierte: "Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!". Zuerst hörte ich diesen Satz, dann fragte mich der Mann in der Leitung: "Steht da etwas, ich habe dich bei deiner Nummer gerufen?" 

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