Mit einem Leser habe ich heute ein wirklich konstruktives Gespräch über Umweltschutz geführt. Dem Mann ging es besonders um die Belange des Waldes und eine Antwort auf die Frage, wie man den Baumbestand schützen und vor allem mit Blick auf die nachfolgenden Generationen  schonen kann. Eine Möglichkeit ist seiner Meinung nach eine deutliche Reduzierung des Bedarfs an Holz für die Fertigung von den unterschiedlichsten Gebrauchsgütern. Als ein konkretes Beispiel führte er unter anderem den Verzicht dieses natürlich nachwachsenden Rohstoffes bei der Herstellung von im nicht überdachten Außenbereich stehenden Tischen und Bänken. Er zählte mir auch die Nachteile auf: "Solche Parkbänke beispielsweise sind nicht witterungsbeständig, werden oft nicht ausreichend genug gepflegt, weil das mit einem hohen Zeit- und Kostenaufwand verbunden ist, und müssen deshalb immer wieder durch neue ersetzt werden." Der Leser meinte jedoch, dass es eine wirklich sinnvolle Alternative gibt, von der die Menschen nur erfahren müssten, dass es sie gibt, und schon könne man sich für den Schutz des Waldes einsetzen. Sein Vorschlag: "Die aus recycelten Kunststoffabfällen hergestellten Produkte sind langlebiger, witterungsbeständiger, feuchtigkeitsabweisend, billiger und viel leichter zu pflegen." Seiner Ansicht nach müssen die Menschen nur erfahren, dass es diese Alternative gibt, dann würden sie vermutlich schnell auf sie zurückgreifen. Sein Wunsch: "Die Zeitung könnte doch mal einen Bericht über aus Recyclingabfällen hergestellte Möbel für den Außenbereich schreiben." Mir hat dieser Gedanke gefallen, weshalb ich dem Mann gesagt habe, dass ich meine Kollegen in der Redaktion über seinen Hinweis informieren werde mit der Bitte, eine mögliche Recherche zu diesem Thema zu prüfen. Der Leser hat mir seinen Namen und Telefonnummer gesagt. Bevor ich die Mail an meine Kollegen schicken wollte, habe ich die Kontaktdaten des Anrufers - aus Sicherheitsgründen, das mache ich immer - noch in die Suchmaschine eingegeben. Mit diesem Ergebnis: Jetzt weiß ich auch, was eine aus Recyclingmaterial hergestellte Parkbank kostet, wenn ich sie bei dem Leser kaufe; die Homepage seines Unternehmens ist da ausgesprochen informativ.

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