Auch das kommt vor, gar nicht mal so selten ist es: "Heute möchte ich mich mit einem Wunsch an Sie wenden mit der Bitte, diesen weiterzuleiten", schrieb mir ein Leser, weshalb ich, weil das in diesen vorweihnachtlichen Tagen mein Ansinnen ist und in den beiden Blogeinträgen vor diesem gut funktioniert hat und auf eine erstaunliche Resonanz gestoßen ist, ich ihm diesen Gefallen gern tun möchte. Sein Wunsch ist es, dass der russisches Präsident Wladimir Putin dies von ihm erfährt: "Herr Putin, es ist Ihnen gesagt, was der Herr von Ihnen fordert, nämlich Gutes zu tun. Da können Sie jetzt noch so übermächtig lächeln, am Ende wird abgerechnet. Und zwar nicht von mir, sondern von meinem Chef ganz oben. Und jener wird entscheiden dann, wo Sie die Ewigkeit verbringen werden. Haben Sie darüber schon mal Gedanken gemacht? Wissen Sie überhaupt, was Ewigkeit ist?" So, nun muss ich selbst nur noch dieses Problem lösen: Wie kann ich es schaffen, dass das russische Staatsoberhaupt auf meinen Blog aufmerksam wird? Wer kann mir dabei helfen?

Manche Hinweise und Meinungen von Lesern finde ich so absurd, dass ich eigentlich niemals auf die Idee kommen würde, für ihre Verbreitung zu sorgen; auch wenn sie mir dies als ihren sehnlichsten Wunsch anpreisen. Bei diesem aber mache ich einmal eine Ausnahme, denn einen gewissen Unterhaltungswert möchte ich diesem Standpunkt nicht absprechen. "Sie haben es sicherlich auch in der Zeitung gelesen oder in der Tagesschau gehört", meinte der Mann und fügte dann hinzu: "UN-Klimaforscher haben mit Hilfe größerer Berechnungen festgestellt, dass der Mond hinter dicker Bewölkung eine viereckige Form annimmt. Die  Regierung beschloss daraufhin, jedem Bürger, der ihr per E-Mail bestätigt, dass der Mond eckig ist, 1000 Euro auf sein Konto zu überweisen. Nach drei Wochen hatte die Mehrheit der Bevölkerung schriftlich bestätigt, dass der Mond eckig ist." Was der Leser damit zum Ausdruck bringen wollte? Also gut, ich wage es und zitiere ihn noch einmal: "Nach dem gleichen Denkmuster wurden in Deutschland 30.000 Windräder in die Landschaft gestellt und nach der gleichen Logik wurde das Klima-Abkommen von Paris im Jahre 2015 mit maximaler Zustimmung vereinbart." Muss ich das noch weiter kommentieren? Ich glaube nicht.

Ein Leser hat sich in dieser Woche bei mir beschwert, weil es noch von seinen (mit der Hand geschriebenen) Briefen kein einziger auf die Seite "Leserforum" geschafft hat. Meine Gründe, warum das tatsächlich so ist und bleibt, konnte beziehungsweise wollte er nicht akzeptieren. Also komme ich jetzt seiner Bitte nach und erfülle ihm den Wunsch, eine weitere Meinung einzuholen. Jeder möge jetzt also entscheiden und es mich wissen lassen, ob diese Meinung als Leserbrief veröffentlicht werden sollte; es ging dem Mann um die Berichterstattung über den Streik bei der Deutschen Bahn am Montag beziehungsweise Dienstag: "Obwohl ich davon nicht betroffen bin, frage ich mich: Sind sich die Streikenden bewusst, was sie damit den Fahrgästen antun? (...) Ich würde das nicht als Streik sondern als Verbrechen am Volk bezeichnen. Dass die Beschäftigten der Bahn mehr Geld wollen, ist verständlich, aber muss man die Bürger dafür bestrafen? Da möchte ich doch mal an die DDR erinnern, denn da gab es keine Streiks, obwohl die Bürger auch mehr Geld hätten gut gebrauchen können. Ich schlage unserer Regierung als vor: Schafft das Streikrecht ab, denn es sorgt nur für verärgerte Bürger." Amen.

Weitere Blog-Einträge