Reaktionen von Lesern zu den Berichten und Kommentaren über die Ausbreitung des Coronavirus und was man dagegen tun kann, dass man sich selbst ansteckt und es zu einer weltweiten Epidemie kommt, gab es bislang so gut wie keine, die bei mir angekommen sind. Deshalb möchte ich auf die erste mit einem wirklich konstruktiven Inhalt jetzt kurz eingehen, denn der Mann meinte, dass es entgegen allen bisher propagierten Maßnahmen noch eine gibt, die seiner Ansicht nach effektiver als alle anderen ist und nur in Vergessenheit geraten ist, weshalb man sich nur an sie erinnern muss, damit diese Gefahr einer möglichen Infektion doch etwas von ihrem Schrecken verliert. Sein Rat: "Das Stofftaschentuch, natürlich aus reiner Baumwolle." Von Papiertaschentüchern hält er nämlich gar nichts, auch den Rat, in die hohle Hand zu niesen, könne man seiner Ansicht nach vergessen und erst recht die Empfehlung, die Armbeuge zu nutzen, weil sie nicht berücksichtige, dass es auch im Winter viel Menschen gebe, die kurzärmlige Oberbekleidung tragen würden. Auch einen Beweis könne er anführen: "Die positive Wirkung des Baumwolltaschentuchs, als Knäuel vor Mund und Nase gepresst, wenn man einen entsprechenden Reiz in der Nase verspürt, wurde in Versuchen mittels radioaktiv markiertem Jod bei der niesenden Person und Geiger-Müller-Zählrohr-Kontrolle bei den aussteigenden Passagieren in der Berliner S-Bahn um ca. 1966 in mehreren Testreihen nachgewiesen und im Fernsehen propagiert." Bei er hohlen Hand sei ein großer Anteil der umgebenden Personen markiert gewesen, beim "freien" Niesen sogar alle. Zehn Minuten später erreichte mich dann tatsächlich ein zweiter Hinweis zu diesem Thema: "Ich habe gerade bei Facebook gelesen, dass es sich in Wirklichkeit um ein von den USA künstlich entwickelter Designervirus handelt, der gezielt in China freigesetzt worden ist, damit die Pharmakonzerne in Amerika dann Milliarden mit dem Verkauf von Medikamenten verdienen können, können Sie auch darüber mal berichten?", fragte mich ein Leser und bekam von mir diese Antwort: "Nein." Als er dann noch mit mir darüber sprechen wollte, wer wirklich hinter den Anschlägen vom 11. September 2001 gestanden hätte, habe ich mich freundlich für den Anruf bedankt, dem Mann noch einen schönen Tag gewünscht und mich von ihm verabschiedet mit diesem Gedanken: Schlimmer sind nur noch weiße Streifen am Himmel.

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