Ein großes Ereignis steht uns bevor. Ich kann in den 14 Tagen meines Besuches in Mayana nicht alle Familien besuchen die einen Paten haben. Also lade ich die kleineren Schulkinder für heute am Samstag Vormittag zu gemeinsamen Spielen am Fußballfeld ein. Mit den größeren werde ich mich Mittwoch Nachmittag während ihrer Studienzeit treffen. Die Direktoren der beiden Schulen haben ihr Einverständnis dazu gegeben. 31 von 32 Kindern sind gekommen, einige Mütter und bestimmt 100 "Zaungäste". Marcus nimmt die Kinder als erstes zu Spielen im Kreis zusammen während ich mit Maria, Absolventin der 12. Klasse, noch einige Vorbereitungen treffe. Beim Eierlaufen mit Äpfeln und Sackhüpfen haben alle Kinder Riesenspaß. Dann legen wir einen Apfel in eine große Schüssel mit Wasser. Auf Knien, die Hände auf dem Rücken verschränkt, versuchen die Kinder den Apfel mit dem Mund zu fassen. Manch Kind fällt dabei mit dem Oberkörper ins Wasser. Anschließend müssen die Kinder Kekspackungen angeln, die an einer Schilfstange angebunden, vor ihrem Kopf baumeln. Das Lachen nimmt kein Ende. Auch die "Zaungäste" angeln sich einige Packungen. Die Sonne steht inzwischen hoch. Es ist heiß geworden, also Zeit für Erfrischungen. Ich mixe mit Maria 3 Liter Saftkonzentrat mit 25 Litern Wasser. Das Wasser fließt nicht aus einem Wasserhahn, wie wir es gewohnt sind. Es wurde mit einem 30-Liter-Container vom Fluss geholt und hierhergetragen! Die Kinder stellen sich geordnet in einer Reihe an und nehmen ihren Saftbecher, Apfel, Kekse und Pfefferminzdragees in Empfang. Wir haben nur 20 Trinkbecher mit. Das ist kein Problem. Die Kinder legen ihren Becher sofort in die Wasserschüssel zurück, wenn er geleert ist. Ich staune über die Disziplin aller. Auch die vielen Zaungäste, die dabeisitzen, drängen oder lärmen nicht. Sie bekommen von Maria die Getränke gereicht und langen in die Plastiktüte, wo wir noch viele Kekse und Mint-Dragees abgefüllt haben. Die restlichen geteilten Äpfel verteilt Maria. Ich weiß nicht, ob sie für alle gereicht haben. Ich habe kein Murren oder Streiten gehört. Ein kleines Mädchen sitzt mit einem Baby auf der Wiese und fermentiert ein Apfelstück für ihr mitgebrachtes Geschwisterkind.

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