Manchmal fällt es mir wirklich nicht leicht, wenn es darum geht, eine Entscheidung zu treffen, ob es der Leser mit seinem Hinweis zu einem Artikel in der Zeitung wirklich ernst meint oder ob er sich vielleicht doch eher lustig darüber machen möchte. In diesem Fall war das beispielsweise so, denn der Mann meinte zu dem Bericht "E-Roller kommen: Schöne neue Mobilität oder Sicherheitsrisiko?": "Nun müssen die Senioren unbedingt aufrüsten und umsteigen auf  E-Rollatoren, damit sie im Kampf um die besten Plätze auf Deutschlands Geh- und Radwegen nicht gnadenlos unterlegen sind." Das sind dann solche Momente, in denen ich mir wünsche, dass ich die Leute einfach fragen könnte, was genau sie nun damit zum Ausdruck bringen wollten, doch das geht aus dem einen Grund nicht: Fange ich damit an, öffne ich die für Leserobmänner reservierte Büchse der Pandora, weil sich das ganz schnell herumsprechen würde und ich mich dann vor Anfragen und Kommentaren zu schriftlich eingereichten Meinungen nicht mehr retten könnte.

Und dann gibt es auch noch die Art von Hinweisen, die mich mehr noch verwirren, als dass ich mich darüber wundere, wie beispielsweise diese zu dem Bericht über die Eröffnung eines Outlet-Centers in der Region: "Doch dann: eine Neueröffnung. Elsa, da müssen wir hin, obwohl es regnet. Regen mögen wir nämlich gar nicht. Wir sind sowieso wach in unserem Alter und bei den ersten Besuchern. Wir haben alles und brauchen eigentlich nichts. Vielleicht gibt es da zur Neueröffnung etwas kostenlos. Nein, war das wieder ein schöner Vormittag. Nur der Regen ..."

Na ja, damit dieser Blogeintrag noch einen einigermaßen versöhnlichen Abschluss bekommt, darf ich in die Kiste greifen und mal wieder ein "Gedicht der Woche" präsentieren, wobei ich damit nichts, weil mich ein Kollege kürzlich darauf angesprochen hat, über die Qualität dieser Poesie zum Ausdruck bringen möchte:

 

Frühlingserwachen

 

Leben erwacht in den Wiesen,

Bäume entfalten Blütenpracht.

Ringsum bunte Blumen sprießen,

das Grüne drängt hervor mit Macht.

 

Vorbei nun des Winters Mühen,

im Frühlingskleid steht die Natur.

Die dunklen Gedanken fliehen,

man sieht fröhliche Menschen nur.

 

Der Häuser Enge entstiegen,

begrüßen den Lenz Jung und Alt.

Wer will da noch faul rumliegen,

die Lerche singt, Ostern ist bald.

 

Rainer K.

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