Ein Leser hat mir mitgeteilt, dass er sich bei einem Aufenthalt in einem Krankenhaus während eines Gesprächs mit einem Arzt als Vorbereitung für eine Operation befunden habe, als der Chirurg plötzlich die Unterhaltung abgebrochen habe mit dem Hinweis, dass er diesen Eingriff nicht vornehmen könne. Weitere Gründe habe er nicht erfahren, teilte mir der Mann mit und meinte, dass es doch wohl ein Skandal sei, wie der Patienten in dieser Klinik behandelt würden. Dass ich seiner Einschätzung zumindest nicht widersprechen würde, hat der Leser noch ohne weiteren Kommentar zur Kenntnis genommen, während er wenig Verständnis dafür zeigte und dies mit einer entsprechenden Wortwahl mit auch zu verstehen gab, dass ich nun nicht einen Reporter in die Spur schicken könne, um darüber zu berichten, was in diesem Krankenhaus für Zustände herrschen. In diesem Augenblick hatte ich zum ersten Mal diese Idee.

Zu den Berichten darüber, dass die Bundeskanzlerin zu spät zum G20-Gipfel gekommen ist, weil das Flugzeug einen Defekt hatte und sie auf ein anderes umsteigen musste, meinte ein Leser: "Der Pannenflieger passt zu Merkel. Denn wenn das Flugzeug so kaputt wie die Politik seiner prominenten Passagierin ist, dann fliegt die Maschine nie wieder. Als Beispiele seien nur die Migrations- und Umweltpolitik der Kanzlerin genannt. Das sind allerdings schon Bruchlandungen und keine Pannen mehr." In diesem Augenblick hatte ich zum zweiten Mal diese Idee.

Und während ich noch darüber nachdachte, ob ich sie in die Tat umsetzen sollte, bekam ich einen Brief auf den Schreibtisch gelegt mit der Überschrift "Friede auf Erden?". Sofort kamen mir Zweifel an meiner Absicht, diese Idee auch Wirklichkeit werden zu lassen, weil ich glaubte, mit dem Lesen der vor mir liegen Zeilen doch noch Hoffnung haben zu dürfen, dass sich mir ein andere Ausweg zeigen würde. Dann begann ich zu lesen: "Doch für dieses lang ersehnte Ziel fehlen immer noch umfangreiche überzeugende und greifbare Voraussetzungen", lautete der erste Satz in dem Brief. Die nächsten beiden Sätze zitiere ich nicht, dafür den vierten Satz: "Eine vereinigte Weltgemeinschaft von allen Kontinenten der Rassen und Glaubensgemeinschaften sollten sich einigen, damit diese wahnsinnigen Mittel zur möglichen Vernichtung unseres Lebens für den Erhalt der biologischen Vielfalt auf unseren Planten rechtzeitig umgelenkt werden können." An dieser Stelle erkannte ich, dass meine Hoffnung vergebens war, mich durch diesen Brief doch noch von meiner Idee abbringen zu lassen. Der letzte Satz brachte mir dann Gewissheit, dass daran kein Weg vorbeiführt, denn er lautete: "Denn nur der Mensch selbst trägt sein Schicksal als Gestalter, Entwickler oder auch als Vernichter unseres biologischen Lebens auf unserem blauen Planeten."

Nun geht es leider nicht anders, meine Idee wird Wirklichkeit: Kurzfristig habe ich mich entschieden, die nächsten drei Tage nicht im Büro zu erscheinen, was auch bedeutet, dass der nächste Blogeitrag erst in der kommenden Woche zu lesen sein wird. Für diese Idee gibt es übrigens auch eine Bezeichnung: Urlaub. 

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