Heute Morgen habe ich zusammen mit Peypers und Amanda die Mutwaransa PrePrimary School besichtigt. Sie ist etwa 5 km von der n'Kwazi-Lodge entfernt. Bisher hatten Peypers sie selbst noch nicht gesehen. Bei unserer Ankunft stehen dicht gedraengt etwa 50 Kinder im Alter von 2 bis 6 Jahren unter einem Baum. Sie begruessen uns mit Gesang.

Die PrePrimary-Schule wurde im Mai 2009 auf Initiative der Vorschullehrerin Claudia gegruendet. Sie hat selbst die 12. Klasse absolviert und ist Mutter von 6 Kindern. "Das ist genug", sagt sie. Ihre aelteste Tochter schreibt zur Zeit ihr Examen in der 12. Klasse, das Kleinste ist gerade 1 Jahr. "Wieviel Kinder hast Du hier in der Buschschule?" - "... etwas mehr als 60, heute fehlen etwa 15 Kinder." "Hilfe?, Nein, ich bin eine Freiwillige, ich mache alles selbst, bekomme kein Geld." Sie lacht. "Wasser? Der Fluss ist 4 km entfernt. ... Woher ich den Maisbrei habe? Die ersten 2 Saecke habe ich erbettelt vom Foreman. Nun bekomme ich ihn von der Mutwaransa Primary School. ich koche ihn selbst bevor die Kinder kommen. Sie kommen morgens 8 Uhr." Der Maisbrei steht in der benachbarten Kirche, ebenso die diversen Schuesseln der Kleinen. Zwei groessere Maedchen und Claudia bringen Wasser angeschleppt. Mit einer Schuessel laesst Claudia sparsam Wasser ueber die Haende der Kleinen fliessen und achtet darauf, dass jeder sich ordentlich waescht. Dann werden die Schuesseln der Kinder abgewaschen bevor jedes Kind etwas Wasser daraus zu trinken bekommt. Den Maisbrei nehmen die Kleinen dankbar in Empfang. Einige Geschwisterkinder sitzen gemeinsam vor ihrer Schuessel.

Valerie moechte so schnell wie moeglich Wandergruppen, die die Lodge besuchen, zu dieser Schule lenken. Die ASI-Gruppe kann auf jeden Fall dahin wandern, meint sie. So kann begonnen werden, die Buschschule zu sponsern. Materialien wie Bleistifte, Wachsbuntstifte und Papier kann Claudia nicht kaufen. Valerie wird naechste Woche wieder zu Claudia fahren. Sie wird einige Dinge zusammenstellen, die unbedingt gebraucht werden. Wynand ueberlegt ebenso, wo koennen wir eine erste Riedgrashuette fuer die Kinder errichten? Solch eine Selbstinitiative wie die von Claudia wollen Peypers auf jeden Fall unterstuetzen. Vielleicht findet sich eine weitere Mutter, die sich um die kleineren Kinder kuemmert. Dann kann Claudia effektiver arbeiten. Claudia macht ihre Arbeit jetzt schon ausgezeichnet. Die Kinder begruessten uns auf Englisch und antworteten auch auf die Fragen nach ihrem Namen. Ein Poster mit Tieren diente heute als Arbeitsgrundlage. Mit einem Lied in englischer Sprache verabschiedeten sich die Kinder von uns.

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