Weil ich kürzlich von meiner Sammlung an Sprüchen aus der Bibel erzählt habe, die mich erreichen, weil die Leute ihrem Anliegen mehr Gewicht verleihen wollen, möchte ich heute, auch weil es der letzte Blogeintrag in dieser Woche ist und der nächste erst am Montag zu lesen sein wird, nicht versäumen, von einem weiteren Vers zu berichten, der es in meine Sammlung geschafft hat. Er lautet: "Und ihr werdet gehasst werden von jedermann um meines Namens willen. Wer aber beharret bis ans Ende, der wird selig werden." (Matthäus 10,20) Zu gern würde ich es als Preisfrage formulieren, um was es dem Leser wohl ging, als er mir dieses Zitat nannte, doch leider fehlt mir immer noch die Möglichkeit, gleich von der Antwort, wenn denn jemand eine hat, zu erfahren und ihn für die richtige zu belohnen, weshalb mir wieder einmal nur übrig bleibt, das Rätsel selbst zu lösen: Es war eine Meinung zum zurückgetretenen Oberhaupt der evangelischen Christen in Sachsen und speziell zu dem Leitartikel mit der Überschrift "Dieser Bischof war nicht zu halten", denn der Leser stellte meinem Kollegen dieses Zeugnis aus: "Wer vom Glauben (...) keine Ahnung hat, der sollte sich nicht in derlei Angelegenheiten einmischen." Und er fügte noch hinzu, eins meiner liebsten Sprachbilder: "Hier spricht jemand wie ein Blinder von der Farbe." Wie froh war ich doch, dass die nächste Stellungnahme eines Lesers der "Freien Presse", die mich erreichte, eine war, die ich wirklich gern als Botschaft an die Welt verstanden haben möchte und deshalb überaus erfreut bin, sie hier mit allen teilen zu dürfen: "Liebe Gartenfreunde, eine große Bitte an Euch: Bitte unterlasst diese Unart mit dem Verbrennen Eurer Gartenabfälle. Wir wohnen direkt neben einer Kleingartenanlage und haben besonders jetzt im Herbst unter den Rauchschwaden zu leiden." Und weil ich nicht weiß, wohin mit meiner Freude über so viel weise Erkenntnis, die es mit allen zu teilen gilt, möchte ich noch einen weiteren Leser zitieren, weil er mir wirklich vollends aus der Seele gesprochen hat; sich bei mir gemeldet hatte der Mann sich, weil er den Bericht über den Chemnitzer Pfarrer gelesen hatte, der wegen Handels mit Marihuana zu einer zweieinhalbjährige Freiheitsstrafe ohne Bewährung verurteilt worden ist. Die weisen Worte des Leser waren diese: "Für das deutsche Recht scheint aber der Handel mit dieser relativ harmlosen Substanz (vergleichbar mit Nikotin) noch schlimmer zu sein, während sie in vielen Länder der Welt legal ist." Bis später dann ... ich suche mir jetzt einen Garten, nicht um etwas anzubauen, nein, um zu entspannen und den Fröschen beim Quaken zuhören zu können, wenn es denn welche gibt, man weiß es nicht. 

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