"Bummi, brumm" und "Ram sam sam"

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Kann mir bitte jemand mal einen Rat geben, welche Antwort ich einer Leserin hätte geben können, die mich heute angerufen hat, nachdem sie in der Zeitung heute auf der Seite "Politik" den Artikel "Mehr Geld für Bezieher von Hartz IV" gelesen hatte und deshalb von mir dies wissen wollte: "Sehe ich das richtig, dass diese faulen Hunde jetzt noch mehr Geld kriegen sollen?" Wie ich darauf reagiert habe, ohne überhaupt über eine Antwort nachdenken zu wollen beziehungsweise zu können, behalte ich lieber mal für mich, doch dass das Gespräch nur noch wenige Sekunden gedauert hat, darf beziehungsweise muss ich nicht verschweigen. Nicht ganz so schwierig, aber durchaus auch eine Herausforderung war eine andere Unterhaltung, weil der Leser zu den Menschen gehört, die bei jeder englischen Bezeichnung in der Zeitung so etwas wie grüne Ekelpunkte im Gesicht bekommen und mich deshalb anrufen, denn ich konnte ihm nur mit etwas (mehr) Geduld (als sonst) erklären, dass ein "Relaunch" durchaus etwas anderes sein kann als nur ein normaler "Neustart", den er es gleichwertiges und deshalb besseres deutsches Wort beim Lesen des Artikels "Die ersten Kratzer im frischen Lack" über den Beginn der 36. Staffel der TV-Serie "Alarm für Cobra 11" für viel angebrachter gehalten hätte. (Sind meine Sätze zu lang? Ja? Tut mir leid, sie werden es wohl bleiben, mir gefallen sie nämlich.) 

 

Und dann habe ich noch eine für mich völlig neue Erfahrung machen dürfen, sie ist zweiteilig, die erste ist ein musikalische: Ich habe mir, weil ich es (eine Schande, ich weiß, weil ich doch schon seit fast 30 Jahren hier lebe) noch nie gehört habe und bis zum Artikel "Kam ein kleiner Teddybär …" noch nicht einmal von seiner Existenz etwas wusste, im Netz das "Bummilied" angehört und festgestellt, das es Kinderlieder gibt, die wohl so zeitlos sind, dass sie alle Krisen des deutschen Liedguts überdauern werden; das ist ein Lob, falls jemand das nicht merken sollte. Die zweite Erfahrung ist sprachlicher Natur: Eine Leserin war nämlich voll des Lobes für das "Bummilied" und meinte, das wäre auch deshalb so, weil ihr Inhalt und Melodie von vielen neuen Kinderliedern nur schwer eingehen würden, weshalb viele Eltern von modernen sinnfreien Liedtexten wohl eher genervt sein dürften, und sie nannte auch noch ein Beispiel. Demnach gibt es einen elementaren Unterschied, von dem ich bislang nichts wusste, zwischen diesen beiden Arten von Refrains:

"Bummi, Bummi! Bummi, Bummi, brumm, brumm, brumm! Bummi, Bummi! Bummi, Bummi, brumm!"

"A ram sam sam, a ram sam sam. Guli guli guli guli guli ram sam sam. A ram sam sam, a ram sam sam. Guli guli guli guli guli ram sam sam."

Wie ich das nennen würde, was die Frau bewogen hat, diesen Unterschied zu machen? Ein klarer voll von … 

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