Marcus schreibt mir aus Mayana folgende SMS: Kambembe died, now only Kamburu is there - Kambembe starb, nun ist nur noch Kamburu da

Im Oktober letzten Jahres besuche ich gemeinsam mit Marcus die Familien Kambembe/ Kamburu. Die Familien der zwei Schwestern Bernhardine Kambembe und Klaudia Kamburu, ihre Mutter, ihre eigenen Kinder und die Waisenkinder ihrer 2005 verstorbenen Schwester, leben zusammen in einem Kraal. Bernhardine ist von Aids geschwächt. Klaudia baut Getreide an. Ihr ist es nicht möglich, allein die 16-köpfige Familie zu ernähren. Ein Reiseveranstalter aus Südafrika spendete Geld, sodass die Familie bis Ende 2009 monatlich 50 kg Maismehl erhielt. Bis wieder neue Sponsoren gefunden sind (das sind 230 € im Jahr), wird die Familie vorübergehend monatlich mit 20 kg Maismehl durch die n´Kwazi Lodge unterstützt. Marcus hat bisher erreicht, dass wenigstens ein Waisenkind von Kambambe/Kamburu eine freie Schulbildung erhalten kann.

Mit Marcus besuche ich im März dieses Jahres erneut diese Familie. Wir werden von der Großmutter und 13 Kindern begrüßt. "Wo sind die Mütter der Kinder", fragen wir. "Bernhardine liegt im Hospital, Klaudia steht ihr in ihren schweren Stunden bei."

Die Großmutter ist schwermütig. Sie weiß, dass sie ihre Tochter nicht wieder sehen wird. Die Kinder können es noch nicht realisieren.

Mit Marcus´ SMS ist es nun traurige Gewissheit geworden, Bernhardine hat es nicht geschafft. Wieder haben 4 Kinder keine Mutter mehr und müssen versorgt werden.

Über meine Erlebnisse in Namibia berichte ich am 23.4.2010 18:30 Uhr im Hotel & Restaurant Kleinolbersdorf

www.hotel-kleinolbersdorf.de/

Weitere Blog-Einträge