Statt der Randnotizen aus den Protokollen der Gespräche mit Lesern zwischen zehn und zwölf zum Wochenausklang gibt es heute wieder meinen ganz persönlichen, weil nur von mir erfassten und ausgewerteten Ticker (nicht live, das ist nicht zu schaffen) zu Berichten und Kommentaren über die Folgen des Coronavirus. Weiter Anmerkungen dazu erspare ich mir auch, weil ich denke, dass diese Äußerungen oder Fragen für sich sprechen und keine weitere Interpretation bedürfen. Los geht es:

 

"Was sind das nur für Zeiten?", formulierte ein Leser den Beginn seiner Frage und fügte hinzu: "Wenn Wissenschaftler vor den drohenden Folgen der Erderwärmung warnen, wird das als Klimahysterie bezeichnet, aber wie heißt es jetzt, wenn Atemschutzmasken - trotz zweifelhafter Schutzfunktion - ausverkauft sind?"

 

"Kann man Erdbeeren aus Spanien eigentlich bedenkenlos essen?", fragte ein Anrufer, denn seiner Ansicht nach könne man doch wohl kaum davon ausgehen, dass die Leute dort vor dem Pflücken sich die Hände gewaschen haben, doch mit meiner Gegenfrage, ob er wirklich davon ausgehe, dass in den Plantagen beziehungsweise Gewächshäusern die nur vermeintlich süßen Früchte tatsächlich noch von Hand gepflückt werden, konnte er nichts anfangen. "Wie denn sonst?", war seine einzige Reaktion darauf.

 

"Wo kommt das Virus eigentlich her, ist es etwa in Laboren gezüchtet worden?", wollte eine Leser wissen und nannte mir diese Begründung dafür, dass ihre Frage berechtigt sei: "Früher gab es so etwas jedenfalls nicht."

 

"Es rängt sich alles wieder ein, nur die Ruhe bewahren", meinte ein Leser, der an den Hamsterkäufen vor allem kritisierte, dass dann, wenn "alles wieder gut ist", eine Menge von den Lebensmitteln wieder weggeworfen wird, und das müsse doch nun wirklich nicht sein. Seine Erkenntnis: "Wenn man verrücktspielt, gewinnt man gar nicht, eher im Gegenteil, man kann viel verlieren."

 

Diesen Leser zitiere ich nahezu vollständig: "Als langjähriger und treuer Leser habe ich mich sehr über die heutige Ausgabe gefreut. Meine Freude geht dahin, das nur ein einziger kleiner Artikel über das allgegenwärtige Coronavirus in der Zeitung war. Mir persönlich und vielen meiner Freunde geht es nämlich etwas auf die Nerven, das jeder Fall und jeder Huster stunden- bzw. seitenlang ausgewertet wird. War prima, hat mir gefallen."

Und ein "Gedicht der Woche" passend zum Thema gibt es auch noch:

 

Von draußen vom Aldi komme ich her.

Ich muss euch sagen, die Regale sind leer.

All überall auf den Kanten und Spitzen,

sah ich keine Coronas sitzen.

Und droben aus dem Himmelstor

sah Jens Spahn mit großen Augen hervor.

Und als ich so lief durch den leeren Gang,

da rief es mich mit heller Stimme an: 

Hebe die Beine und spute dich sehr,

denn bald gibt's beim Globus auch nichts mehr.

Klaus P.

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