Für mich ist dies eins von den Anliegen, weshalb Leser sich bei mir melden, die ich wirklich nachvollziehen kann und für die ich vollstes Verständnis habe, denn wenn man erst einmal zu einer Erkenntnis gelangt ist, dann möchte man sich doch unbedingt mit anderen Zeitgenossen teilen, damit die geteilte Freude gleich mal zu einer doppelten wird. Diesem Leser erfülle ich also gern den Wunsch, für eine weitere Verbreitung seiner Bewusstseinserweiterung zu sorgen, möge also jeder selbst urteilen, wie er das findet, was der Mann mit mitgeteilt hat: "Ich schaue mir keine Filme mehr im Fernsehen kann, ich sehe doch nur noch übergewichtige Menschen. Das ist im Alltag nicht anders, wo ganze Rentnertrupps früh um zehn bei Roster und Bockwurst an der Kaufhalle stehen", meinte er und fügte dann noch hinzu: "Und dann kreisen ihre Gedanken nur noch darum, was es wohl zum Mittagessen geben wird, zur Kaffeezeit und zum Abendessen." Fehlt jetzt nur noch die Information, warum er überhaupt auf die Idee gekommen ist, sich mit mir in Verbindung zu setzen, dies nannte er als Grund: "Vielleicht eine Inspiration für einen Artikel." Das war einer anderen Anruferin eher nicht in den Sinn gekommen, doch trotzdem hatte sie meiner Nummer gewählt, weil ihr eine "geniale Idee" gekommen war. Diese war es: "Weil ich in der Zeitung gelesen habe, dass bei der geplanten Grundrente es nun doch keine Bedürftigkeitsprüfung geben wird, ist mir eingefallen, dass der grundsätzliche Gedanke kein schlechter ist", erklärte sie mir und nannte mir diese beiden Berufsgruppen, bei denen man ihrer Ansicht nach eine Bedürftigkeitsprüfung einführen sollte: "Manager von großen Konzernen wie der Deutschen Bahn und Vorstandsvorsitzende von Banken und Sparkassen." Alles klar?

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