Dieser Blogeintrag wird ein kurzer. Dafür gibt es gleiche mehrere, aber ausschließlich innerbetriebliche Gründe, die aber dazu führen, dass ich gerade keinen Spielraum für eine "mentale Prozessoptimierung" in meinen Gehirnwindungen habe. Also berichte ich jetzt nur von der Frage eines Lesers, die mich, obwohl oder gerade weil ich keine Antwort darauf habe und auch davon ausgehen muss, dass niemand eine hat, gerade in diesen eher schwierigen und turbulenten Zeiten auf eine Weise begeistert, dass ich sie nun in die Welt "hinausposaunen" möchte. Der Mann hat sich bei mir gemeldet, nachdem am er heute vor einer Woche auf der Seite "Kultur & Service" den Artikel mit der Überschrift "Wo Freiheit noch wehtut" gelesen hatte. Um den eigentlichen Inhalt des Berichts ging es dem Leser aber gar nicht, weshalb ich nun auch nicht darauf eingehen möchte, was mich aber nicht daran hindert, sondern mich geradezu dazu auffordert, die Lektüre zu empfehlen; mich hat sie sehr bewegt (siehe Link). Der Leser verwies auf den Zwischentitel in dem Bericht (gedruckte Ausgabe) und zitierte mir den Satz: "Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland hat rund 585.000 Mitglieder: mehr als CDU oder SPD." Die Frage, die mich nun nicht mehr loslässt, lautet: "Warum finden mitgliederstarke Verbände mit nahezu vollständig ehrenamtlich für das Gemeinwohl sich engagierenden Mitgliedern insgesamt und vor allem in den Medien so wenig Beachtung?" Mein erster Gedanke: Im Gegensatz zu den Vertretern der politischen Parteien und deren Verantwortungsträgern in Parlamenten. Nun möchte ich den Schlusssatz seiner Ausführungen auch nicht verschweigen, obwohl ich weiß, dass ich mich zusammen mit meinen Kollegen in der Redaktion an die eigene Nase fassen muss. Der Leser meinte: "Pluralistische Berichterstattung in sich an demokratischen Prinzipien orientierenden Medien müsste eigentlich anders aussehen." Ein bisschen legt er den Finger in eine Wunde, die auch mich persönlich schmerzt.

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