Nachdem mich kürzlich der Vorschlag, die Seite mit den Nachrichten für Kinder doch bitte ohne eine Rückseite zu drucken, auf der die Jüngsten mit sie verwirrenden Themen konfrontiert werden könnten, hat mich heute ein weiterer Wunsch erreicht, bei dem es um den Struktur und den Aufbau der Zeitung ging, der Mann meinte: "Wenn auf der Rückseite der Seite mit dem Kreuzworträtsel das Fernsehprogramm gedruckt werden könnte, hätte das den großen Vorteil, dass man nur eine Doppelseite zur Seite legen muss, weil man sie später vor der Glotze braucht oder dann mehr Zeit für das Rätsel und Sudoku hat, denn bislang sind es zwei, die nicht sofort nach dem Lesen in der Altpapiertonne landen, verstehen Sie, was ich meine?", fragte mich der Mann in der Leitung. Dies war meine Antwort: "Nicht wirklich, können Sie es mir vielleicht noch einmal erklären, nicht ganz so schnell, denn heute ist doch Montag." Drei Hinweise von Leuten am Telefon zwischen zehn und zwölf sind meiner Ansicht noch bemerkenswert, weshalb ich sie zum Abschluss dieses kurzen Eintrages zum Wochenstart einfach nur erwähne, jeder darf sich seine Gedanken dazu machen, meine behalte ich ausnahmsweise mal für mich, weil heute doch der erste Tag in der neuen Woche ist. Das wäre zum Beispiel dieser Leser: "Der katholische Geheimbund Opus Dei plant, in Deutschland einen Gottesstaat zu errichten, haben Sie schon mal davon gehört? Nein, darüber sollten Sie mal in der Zeitung berichten, und wussten Sie, dass es noch Regionen in Deutschland gibt, in denen der Exorzismus betrieben wird?" Dieser Mann hatte sich bei mir gemeldet, weil er den Artikel "Der Zuchtmeister der Literatur" über Marcel Reich-Ranicki gelesen hatte, der an diesem Tag seine 100 Geburtstag hätte feiern können, wenn er nicht 2013 gestorben wäre. Der Mann meinte: "Alles scheint sogenannte Literaturkritiker regelrecht in Rage zu bringen, was sich mittels öffentlicher Auftritte in bare Münze verwandelt. Biografisch unstete Lebenswege ohne klare Haltung immer mit Zeigefinger auf Blödsinn ausrichten – ergo, sie kommen und gehen, die Kritiker." Und dann gab es noch die Leserin, die mir ihre V-Theorie zur Pandemie mitgeteilt hat, womit ich kein Problem hatte, was jeder nachvollziehen können dürfte, wenn ich ihm diese Schlussfolgerung der Frau zur Kenntnis gebe: "Es ist nur eine Frage der Zeit, bis viele Dinge zu einem Mangelprodukt werden. Die Politik macht sich derart unglaubwürdig und mitschuldig. Ich frage mich, wo sind die Bürger geblieben, die für Freiheit und Demokratie 1989 auf die Straße gegangen sind? Haben sie das Denken verlernt? Was haben 30 Jahre aus ihnen gemacht, Duckmäuser, die keine eigene Meinung mehr haben, die sich von den Medien manipulieren lassen und die ihre von der Regierung und den Medien erzeugte Angst und Hysterie hinter einer Maske verstecken? Wann merkt eigentlich auch der Letzte, dass es hier um was ganz anderes geht?" Beantwortet habe ich ihr die Frage nicht. Dafür eine Erklärung wollte sie aber auch nicht. Ganz ehrlich? Montage sind stets eine Herausforderung für mich, dieser ist zum Glück so gut wie Geschichte.

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