Dieses Thema hat es geschafft in die engere Auswahl für die Aufnahme in einem eigens dafür vorgesehenen Kapitel meiner Memoiren aufgenommen zu werden. Die Überschrift ist vorläufig allerdings noch ein Arbeitstitel, nämlich dieser: Hinweis auf Probleme und Missstände zum Zwecke der Beseitigung oder Eingrenzung als Folge einer Berichterstattung darüber in der Zeitung. Eine Leserin hatte sich damit an mich gewandt, so hat sie mir beschrieben, worüber sie sich geärgert hat: "Ich weiß nicht, was sich die Floristen dabei denken", teilte sie mir mit und fügte hinzu: "Ein Strauß mit drei oder fünf Blumen, alles andere nur Wald und Gestrüpp, und will man nach wenigen Tagen eine Blüte entfernen, weil sie welk ist, so ist das schwer möglich, denn die Stiele liegen so kreuz und quer, dass man alles mit herauszieht." Damit zusammenhängend hat sie ein weiteres Problem mit modernen Blumensträußen: "Darf ich die Blume in die Biomülltonne werden oder muss ich den bereits stinkenden Draht am Stiel noch abdrehen?" Ihrer Ansicht nach sei das ein für die Allgemeinheit interessantes Thema, das unbedingt mal in die Zeitung gehöre, weil beispielsweise die Haltung der Floristen dazu höchstwahrscheinlich sehr aufschlussreich sei. Wie immer habe ich ihr versichert, dass ich meine Kollegen in der Redaktion darüber informieren werde mit der Bitte, eine Recherche dazu und eine mögliche Berichterstattung zu prüfen und dann in Erwägung zu ziehen. Ob es allerdings der nächste Leser mit seinem Hinweis auch in meine Lebens- und Arbeitserinnerungen schafft, kann ich nicht sagen, denn die Vorschläge von Leuten für die Aufnahme in das Kapitel mit der Überschrift "Nieder mit den Anglizismen" sind mittlerweile so zahlreich, dass ich wohl auswählen werde müssen. Der Mann meinte: "Mir schwillt der Kamm, wenn ich diese Worte höre oder lese", meinte er und nannte mir mit "downloaden" und "updaten" die beiden Wörter, die seinen Zorn erregen, wenn er sie in der Zeitung liest. Schnell hatte ich den Duden (tatsächlich das auf meinem Schreibtisch stehende Buch und nicht der Homepage des Verlages) in der Hand und konnte dem Leser nach weniger als einer halben Minute sagen: "Beide Verben sind eingedeutscht und stehen im Duden." Die Reaktion des Lesers hätte ich mir denken können: "Das interessiert mich nicht, es sind beide völlig überflüssige Anglizismen." Widersprochen habe ich ihm nicht, denn mit "herunterladen" und "aktualisieren" gibt es tatsächlich zwei deutsche Wörter, die sich als Ersatz für die englischen Bezeichnungen anbieten. Nun zum Abschluss dieses Blogeintrages, weil er einen richtigen braucht, denn ohne gefällt er mich nicht, gibt es nun noch den von mir gekürten Leserkommentar des Tages zu den Auswirkungen zur beziehungsweise Erkenntnisse aus der Coronakrise, denn ein Mann meinte heute am Telefon: "Die Welt ist ein Dorf." Recht hat er.

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