Alte Energie neu versilbert

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Wie Pop-Helden die Rechte an ihren Liedern teuer verkaufen

Langsam scheint der Branche zu dämmern, dass es ein Fehler der letzten Jahre war, den Wert der Musik an sich herunterzusetzen und stattdessen deren Liveaufführung zur Haupteinnahmequelle zu erklären: In einer Welt, in der Songdateien leicht kopierbar geworden waren, ließ man es zu, das tägliche Musikhören per Streaming quasi zu verschenken - um den zahlungswilligen Fan stattdessen via Konzertkarte abzukassieren. Corona hat nun aber drastisch klargemacht, was das bedeutet: Keine Live-Aufführungen, keine Einnahmen mehr! Obwohl der Mensch ja nach wie vor Musik konsumiert, und genau genommen tut er das auch zu Festivalzeiten häufiger von Konserve als im Konzert.

Wenn nun versucht wird, Songrechte zurückzuversilbern, heißt dass letztlich auch, dass die Komposition wieder mehr zählt als nur deren spektakuläre Präsentation: Songs sind der Lebenssaft der Popkultur, keine Kulissen für Events. Ihre Schöpfer neu wertzuschätzen ist daher prinzipiell ein gutes Zeichen.

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