Einheitlich war nie

Über die Zahlen zur deutschen Einheit

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1212 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 1
    0
    Nixnuzz
    29.09.2020

    Also irgendwie hab ich in Erinnerung, das das, was als DDR nach dem Kriege war, unter anderer Situation als Mitteldeutschland durchging. Über das was von "Großdeutschland" zu Zeiten des Genfer Bundes akzeptiert war, ist doch nach 1945 ab Oder-Neiße einiges gen Osten übertragen worden. Aus meiner biologischen Sippe heraus hab ich das mütterliche Elterhaus in bester Pracht in Zoppot zumindest von aussen bewundern können. Danziger, Pommern, Oberschlesier oder Sudetendeutsche durften auch ihren Beitrag nach der Länder-Neuorganistion beitragen. Zumindest haben die dabei Überlebenden in den Westgebieten ihren Aufbau-Beitrag geleistet. Was an dort verbliebenem Hab und Gut die "Umsiedlung" überstanden hatte, war nach heutiger Sicht wohl nix wert...Dafür sind diese Überlebende in den heutigen Gebieten gerne als zahlende Gäste nicht nur wegen des Geldes beliebt. Mancher Tscheche denkt heute etwas anders über das was damals überhastet aber nicht am Runden Tisch entschieden wurde.

  • 3
    1
    klapa
    28.09.2020

    ... und daran, dass das Vermögen der DDR, bevor es verramscht wurde, auf etwa 924Mrd DDR-Mark geschätzt wurde, wobei Grund und Boden sowie Bodenscätze keine Berwertung erfuhren.

    - https://www.mdr.de/nachrichten/wirtschaft/treuhand/ddr-volkseigentum-abschlussbilanz-100.html

  • 2
    2
    mops0106
    28.09.2020

    Die DDR gab es 40 Jahre und seit deren Ende sind 30 Jahre vergangen. Wenn die Bundesregierung es gewollt hätte, dann hätten nach so langer Zeit auch für den Osten bessere Lebensbedingungen herrschen können. Daran bestand/ besteht aber kein Interesse. Die neuen Bundesländer sind im besten Fall verlängerte Werkbänke und die Bürger als Konsumenten gefragt. In Sachsen wurden/ werden Dresden und Leipzig noch etwas besser behandelt. Für den großen "Rest" wars das.

  • 2
    0
    Deluxe
    28.09.2020

    "Das sollte bei den Geld-Transfers des Westens an den Osten nicht vergessen werden ."

    Ebensowenig sollte man die Tatsache vergessen, daß die Bürger der sowjetischen Besatzungszone und der Deutschen Demokratischen Republik die Reparationsleistungen an die UdSSR ganz alleine bezahlt haben.

  • 2
    0
    Freigeist14
    28.09.2020

    Nixnuzz@ DDR - Bürger konnten erst ab Oktober 1949 in die Westzonen /BRD fliehen . DDR-Bürger nahm man mit deren solider Ausbildung dankend an . Das sollte bei den Geld-Transfers des Westens an den Osten nicht vergessen werden .

  • 2
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    Nixnuzz
    28.09.2020

    Mal so zwischen durch: Von 1945 bis 1989 sind 3 Millionen DDR-Bürger nach Westen gegangen. Wo im Land des aktiven Kapitalismus sind die geblieben? Im Lager Friedland sicherlich nicht. An welchen Arbeitsstellen sind die untergekommen? Sind wieviele auf der Strasse gelandet? Sind wieviele in leitender, geschäftsführender Position gelandet? Wieviele von denen haben später am Niedergang ihrer Landsleute "mitgearbeitet"? Von 5 lebensbegleitenden DDR-Bürgern haben 2 die letzten 15 Jahre an vorgesetzter bzw. geschäftsleitender Position "meine Karriere" bestimmt.

  • 6
    0
    Hankman
    28.09.2020

    Ja, es stimmt, überall gleiche Lebensverhältnisse gab es noch nie. Und, ja, es stimmt ebenso, dass es auch im Westen zurückgebliebene und strukturschwache Regionen gibt. Aber mal am Rande: In Duisburg, Essen und Gelsenkirchen gibt es trotzdem mehr tarifgebundene Unternehmen, und es gilt dort - Strukturschwäche hin oder her, Westtarif. Trotzdem, so weit kann ich dem Autoren zustimmen. Aber dann hört es schon auf. Ja, die Ungleichheit gibt es, und man kann sie vielleicht nie überwinden - aber man muss es wenigstens versuchen, sie so weit wie möglich abzufedern. Und da schöpft unser Land seine Möglichkeiten bei weitem nicht aus. Das Streben nach so viel Gleichheit wie möglich hat nichts mit der DDR zu tun. Es gibt nicht nur Schwarz und Weiß, Sozialismus oder Marktwirtschaft. Es gibt eine Menge Nuancen.

    In das vom Autor gesungene undifferenzierte Loblied auf die Marktwirtschaft, das mir einem VWL-Lehrbuch entlehnt scheint, kann ich nicht einstimmen. Was er als Vorteile und stimulierende Triebfedern beschreibt, sehe ich aufgrund der Nebenwirkungen eher als notwendiges Übel. Und die Wörter "gerecht" und "Marktwirtschaft" in einem Satz zu nennen, halte ich für gewagt. Ja, ein Wirtschaftssystem, das auf Wettbewerb und auf Anreize setzt, kommt voran. Aber man sollte die Anzahl der Menschen, die dabei auf der Strecke bleiben, so gering wie irgend möglich halten. Und wenn ein Drittel der Beschäftigten für Niedriglöhne schuftet, die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander geht, die Arbeitswelt rücksichtlos ist und psychische Erkrankungen zunehmen, die Widersprüche wachsen und immer mehr Dampf im Kessel ist, läuft irgendwas schief.

  • 3
    2
    macxs
    28.09.2020

    Ich kann's nicht mehr lesen: "das haben unsere Volksvertreter so gewollt" - Bullshit! Die können auch nichts dafür, dass nach 45 die Russen hier alles demontiert haben und die nach '45 in den Westen abgewanderten Firmen sich ab 1990 hier noch die Filetstücke gekrallt haben. Keine Firma kommt auf den Gedanken, den gut funktionierenden Hauptstandort in den Osten zu verlagern. Warum auch?

    Die Politiker hier sind doch froh, wenn wenigstens ein paar große Firmen einige Produktionsstätten hierher verlagern. Und das machen sie eben nur wegen der niedrigeren Preise und der Verfügbarkeit günstigerer Arbeitskräfte. Gäbe es die nicht, würde man in Ungarn oder Bulgarien produzieren, was einige ja auch tun. Das kann kein Politiker ändern.

    Man hat sich auch in Sachsen über strategische Ausrichtung Gedanken gemacht, wollte bspw. groß angelegt die Halbleitersparte in Dresden etablieren, was irgendwie auch so halbwegs geklappt hat.
    Ich hoffe ja noch, dass es eine Initiative gibt, wieder mehr Know-How auf diesem Gebiet ins eigene Land zu holen, um Chips selbst zu fertigen. Anderenfalls ist man ausschließlich von China und den USA abhängig. Dann hat Dresden eine Chance, ganz große Firmen anzulocken. Und das wird auch ganz Sachsen zu Gute kommen.

  • 5
    1
    Urlaub2020
    28.09.2020

    Die Verbesserung ist doch garnicht gewollt.Der Osten soll bleiben wie er ist .Und die Oberen wollen das so.Warum wohl gibt es in Sachsen immer noch die Geringsten Gehälter.Die niedrigen Renten durch unverschuldete Niedrigen Löhne .Das haben unsere Volksvertreter für uns gewollt.Danke nach Dresden und Berlin.Die Landnahme hat funktioniert.

  • 7
    2
    Interessierte
    27.09.2020

    Wie soll alles einheitlich sein , wenn man den Osten erst einmal total herunter gefahren und sich alles geholt hat ..
    Und dann stehen die Wessis da und meinen : "IHR - kommt gar nicht hinterher ...

    https://de.statista.com/infografik/19516/bip-veraenderung-in-ost-und-west/

    Hierrunter findet man viel : Wirtschaft Steigung Ost West

  • 12
    3
    mops0106
    26.09.2020

    Eine soziale Marktwirtschaft haben wir seit 30 Jahren nicht mehr. Das heißt, wir Ossis sind nie in den Genuss derselben gekommen.

    Wenn bei gleichen Startvoraussetzungen gleich schlechte gemeint sind im Osten... Dass es auch in den alten Ländern strukturschwache Regionen gibt, macht die Sache nicht besser. Auch dort hat man Industriezweige zugrunde gehen lassen, ohne Perspektiven für die Menschen zu schaffen.

    In der Elektromobilität sehe ich nicht die Zukunft. Nicht umsonst "probiert" man die Fertigung hier im Osten aus. Wo sollen im Zuge der E-Mobilität, der erneuerbaren Energien und der Digitalisierung die Arbeitsplätze für die vielen Menschen herkommen?

  • 15
    2
    Freigeist14
    26.09.2020

    Ein Kommentar ,der Kopfschütteln auslöst . Eine Rechtfertigung für das Zurückbleiben Ostdeutschlands ,Hohelied auf den gnadenlosen Konkurrenzkampf und ein konsequentes Verschweigen der OECD-Studie zu den fehlenden Aufstiegschanchen in Deutschland , die einer Industrienation unwürdig sind . Das "sozial Schwache " nicht denkbar sind mit riesen Vermögen auf der anderen Seite ,kommt in dem Denken gar nicht vor . Wie "Schnellere , Innovative " in Deutschland belohnt werden sieht man ja gut bei den Quandts oder den Albrechts dieses Landes . Fleißige ,wie Pfleger oder Krankenschwestern sind wohl leider nicht innovativ genug aufgestellt .