Gespaltene Einheitsfeier

Über die Feierstunde zum 3. Oktober im Landtag ohne Linke, Grüne und SPD.

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1717 Kommentare
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  • 5
    0
    Hinterfragt
    05.10.2020

    Nun mein Resümee der Berichterstattung dazu im Vorfeld ist, dass sich der Osten auch die nächsten 30 Jahre beim Westen bedanken darf/ muss ...

  • 8
    2
    Malleo
    05.10.2020

    Der Trubel der Einheitsfeiern ist vorbei, Steinmeiers Redenschreiber verpasste auch dieses Mal den Kern- der Name Kohl fehlte- und Sachsens lupenreine 2RG Abgeordnete demonstrierten Demokratieverständnis indem sie Vaats boykottierten.
    Ein beispielloser Affront gegen einen Bürgerrechtler, der mit der Sozialisierung in zwei Systemen auf das unschätzbare Sensorium zurückgreifen kann, gesellschaftliche Entwicklungen unter diesen Gesichtspunkten zu bewerten.
    Nicht nur an Feiertagen wie diesen veranlasst ihn das, seine Stimme zu erheben und mit kritischen Fragen oder Vergleichen auf diese aufmerksam zu machen, denn nicht nur die Wissenschaftsgeschichte liest sich wie ein „Protokoll der Korrektur kollektiver Irrtümer.“
    Das reicht den "guten Demokraten" ihn dorthin zu stecken, wo sich andere kritische Geister schon längst befinden, Tellkamp, Maron, Lengsfeld oder Steimle.
    Um ein „Gegengewicht“ und Antithesen zu formulieren, fielen mir ad hoc ein paar Namen ein, die für die „richtige“ Stimmung im Landtag hätten sorgen können.
    Wie wäre mit Henning-Wellsow als aus Thüringen mit ihrer Nähe zur Linken Bewegung Marx 21(vom VS beobachtet) und deren Vision eine kommunistische Gesellschaft ist.
    Alternativ wäre auch die Verfassungsrichterin Borchert in Frage gekommen- mit lückenlos linker Vita über SED, PDS, Linke und offener Mitgliedschaft in der AKL.
    Der sächsische Landtag wäre zum Tollhaus mutiert, mit dem hübschen Effekt, dass dann die Abgeordneten der AfD auf dem Terrassenufer spazieren gegangen wären.
    Man kann es eben niemanden recht machen.

  • 13
    5
    Lesemuffel
    05.10.2020

    Da schwadroniert ein junger CDU-Generslsekretär Ziemyiak vom "besten Deutschland, das wir je hatten" und schon wird es von einem Vater in Sorge als das Nonplusultra ûbernommen. Damit ist Widerspruch ausgeschlossen und wer noch kritisiert muss doch ein Böser sein. Also, bitte alle ruhig verharren und das Wunder genießen. Die da oben machen alles richtig, sorgen doch für uns.

  • 3
    4
    Nixnuzz
    05.10.2020

    @VaterinSorge: Zum 3. Oktober gehört auch dies: "In der Nacht zum Sonntag, dem 13. August 1961,.." Ansonsten finde ich ihren Kommentar lesenswert. 1 grüner. Für mich gehört halt auch der 13.dazu - ein Tag, an dem meine Schulferien endeten und meine Eltern in Sorge mit der ganzen Sippe zusammen kamen und ratlos waren. In dem Kreis war ich der einzigste, der weder Krieg, Vertreibung und Verluste erlebt hatte. Konnte mein Vater danach nochmal das Grab seines Vaters im Ostteil von Berlin besuchen? Würde danach das bisher erhaltene, in verrechneter Pacht bewohnte Grundstück in Müggelheim unerreichbar werden? Blockade Westberlins überstanden, 17.Juni 1953 und Ungarnaufstand. Was kommt noch? Nur öffentliches Propaganda-Kettenrasseln oder Panzerkettenrasseln irgendwo - schon wieder?? Helmut Kohl und die Umstände drumherum haben also jetzt zur Verbreitung des Grundgesetzes bis an die Oder-Neiße-Grenze geführt. Die einen waren glücklich, einige wohl zufrieden, andere entäuscht und wieder andere total dagegen. Der grenzüberschreitende Handel heute per Lkw von Wroclav bis Rotterdam wird doch nur durch die Fahrzeiten eingeschränkt. Emotionen von einem im Westen geborenen wie Heimat-Gefühle abzufordern - besser nicht. Würde dem mainstream hier nicht genehm sein. Hier sollte man vieles Wissen aber nicht mehr alles sagen..Nicht nur Meinungs-Schreiber verteilen Ihre Emotionen - auch die Empfänger haben sowas. Aber das zählt einfach nicht...

  • 11
    12
    VaterinSorge
    05.10.2020

    Es ist weder die Tinte, noch das Papier wert, auf dem diese allzu polarisierende Rede steht. Wer die Einigung damals bewusst erlebt, unterstützt oder gar herbeigesehnt hat weiß sicherlich noch zu gut, dass der Beitritt, die Wiedervereinigung oder wie man das auch nennen darf, ein unausweichlicher, eben folgerichtiger Schritt in der Geschichte war. Keinem Politiker, Bürgerrechtler oder Staatslenker großer Mächte ist das allein zu verdanken, sondern allen Aktiven, die gemeinsam diesen Weg konsequent gegangen sind. Das hat mehr als 1,3 Billionen € bisher gekostet, es gab Gewinne und Verluste auf beiden Seiten und unter dem Strich hat die tief verwurzelte deutsche Tugend sich durchgesetzt: Es ist der wirtschaftliche Erfolg, der durch Fleiß, Ausdauer, Mut, Disziplin, Ehrgeiz und eben nicht durch Demokratie oder polarisierende Phrasen entstanden ist. Ich habe im Stillen und bedächtig den 30. Jahrestag gefeiert, Erinnerungen, Bilder und Geschichten aus meinem Umfeld hervorgeholt und mich unter dem Strich über jeden noch so kleinen Fortschritt gefreut und über Niederlagen geschmunzelt. Keine einzige Erinnerung war geprägt von politischen Richtungen, Kampfansagen oder Demonstrationen gegen was auch immer. Man hat uns machen lassen, stürzen und wieder aufstehen lassen. Deshalb ist es jetzt so wie es ist, das beste Deutschland, dass wir je hatten, das wir stolz an unsere Kinder weiter geben dürfen und darauf vertrauen sollten, was sie daraus machen. Auch wenn es uns so manches mal die Sorgenfalten auf die Stirn treibt, ist und wird alles gut.

  • 17
    8
    franzudo2013
    04.10.2020

    Die Spalter sind die, die nicht teilnehmen. Die haben im Landtag eine Stimme und können sich artikulieren. Wenn sie das nicht machen, kehren sie der Demokratie den Rücken.

  • 17
    10
    klapa
    04.10.2020

    Und hier sage ich, Schützenfrau, muss leider zustimmen.

  • 18
    10
    Schützenfrau
    04.10.2020

    Thilo Sarrazin : Deutschland schafft sich ab .

  • 18
    8
    klapa
    04.10.2020

    Nochmal - finde es für das gesunde Selbstbewusstsein der Bürger eines sich als souverän bezeichnenden Staates unmöglich, bei den Feiern zum Nationalfeiertag auf die durch Legislative und Exekutive legitimierten nationlen Symbole verzichten zu müssen.

    Andere im Inneren wahrscheinlich gesündere Nationen machen uns vor, wie das gehen könnte.

    In der DDR begann es damit, dass der Text der Hymne nicht mehr gesungen wurde.

    Was ist das für eine Entwicklung?

  • 14
    4
    Tauchsieder
    04.10.2020

    Tolle Erkenntnis "cn3......", wie schon "nevi....." sagte, wer nicht da ist kann nicht reden. Dies ist schon eine grundlegende Erfahrung in den Grundschulen.

  • 26
    8
    Malleo
    03.10.2020

    klapa
    Das wäre nun wirklich zuviel verlangt!
    Merkel verbannt die Fahne vom Podium.
    Wen wundert es dann, dass Menschen auf der Straße sich auch an andere Farben erinnern?

  • 25
    10
    JFLR
    03.10.2020

    Das muss diese Toleranz und Vielfalt sein, von der die links-grüne Besserdeutschen ständig reden.

    Aber dass man es mit abweichenden Ansichten auf der linken Seite des politischen Spektrums nicht so hat, das ist mit Blick auf die letzten 60 Jahre hinlänglich bekannt.

    Demokratie ist halt auch, wenns einem nicht passt, was da gesagt wird, das muss man aushalten können. Aber was weiß ich schon, ich bin ja kein fürstlich alimentierter Gutmeinender mit Parlamentsmandat.

  • 9
    16
    copter
    03.10.2020

    3. Oktober
    Erinnerung an den größten finanzpolitischen Skandal einer CDU/CSU Regierung ohne jedwede Aufarbeitung bis in die heutigen Tage.

    Ohne Wiedergutmachung von kommunistischen Unrecht, welches zu "demokratischem" Recht gemacht wurde bleibt der Unfrieden bestehen und verschärft sich weiter, die Wiedervereinigung unvollendet.

  • 29
    9
    nevidimka
    03.10.2020

    cn3boj00
    Wer geschlossen der Veranstaltung fernbleibt, kann schlecht mit einem Redner dabeisein.

  • 32
    8
    klapa
    03.10.2020

    Wo bleiben die nationalen Symbole der Deutschen zum Nationalfeiertag - gehören die schwarz-rot-goldene Bundesfahne und die Nationalhymne nicht dazu?

    Kürzlich hatte sich Herr de Maizière dazu positiv geäußert. Die erste Gelegenheit wurde offenbar verpasst

  • 34
    14
    1371270
    03.10.2020

    @cn3: konsequent wäre dann ja, gleich die Koalition zu verlassen. Aber da hängt man doch zu sehr an den gut bezahlten Posten und Pöstchen ...

  • 29
    33
    cn3boj00
    03.10.2020

    3 Redner, 3 aus der CDU - ich kann verstehen, dass sich mancher das nicht antun wollte. Man sollte schon zuhören, aber spätestens wenn nur mit einer Stimme gesprochen wird darf man auch weghören. Es gibt sicher einen vielseitigeren Blick auf diese 30 Jahre. Wenn dann noch Kumpanei dahinter steckt um so schlimmer.
    Es war das richtige Signal, um der CDU zu zeigen, das sie nicht mehr allmächtig ist. Und so war die Rednerauswahl ein schlechtes Zeichen und dem Anlass unwürdig.