Noch Luft im Ball?

Zu den Plänen für 48 Teams bei einer Fußball-WM

Gewiss würden sich Fans in Burkina Faso, der Mongolei oder auf den Seychellen freuen, könnte ihre Mannschaft mal bei der Endrunde einer Fußball-WM auflaufen. Wenn auch nur für ein Spiel. Denn da hieße es nach Gianni Infantinos Vorstellungen für die 16 Verlierer einer den Gruppenspielen vorgeschobenen K.o-Runde schon wieder den Heimflug anzutreten.

48 Teams bei einer WM - wie schon der mit 40 Mannschaften ein gigantischer, ein unsinniger Plan. Noch mehr Stadien müssten gebaut, noch mehr Sportler samt Tross beherbergt und betreut werden. 16 zusätzliche Partien bedeuten zusätzliche TV-Erlöse für die Fifa, auf der anderen Seite zusätzliche Ausgaben für den Gastgeber. Eine Rolle, in die nur noch die ganz großen Fußballländer schlüpfen könnten.

211 Mitgliedsverbände hat die Fifa, 211 Stimmen bei der Wahl des nächsten Präsidenten. Möglichst vielen will der amtierende Boss sich für eine weitere Amtszeit empfehlen. Dafür ist er bereit, das Qualitätsprodukt Fußball-WM zur Ramschware zu machen. Eine mit zusätzlichen 16 Teams aufgeblähte WM steigert den Wert des Turniers in keiner Weise.

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