Was uns Corona lehrt

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77 Kommentare
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  • 0
    1
    Haju
    30.12.2020

    @paral
    Ja, tatsächlich ist es für das 1% Reiche i.A. auch schwierig, auf die Schnelle große Geldmengen fürs Private locker zu machen, weil es nämlich Kapital und kein Geld ist.
    Der staatliche Einfluß auf die Realisierung von Profiten ist jedenfalls riesig:
    https://www.focus.de/politik/deutschland/focus-kolumne-von-jan-fleischhauer-merkel-war-im-rennen-untaetig-jetzt-droht-uns-boeses-impf-erwachen_id_12813951.html
    Ja, da mußte auch der Herr Weber zwischendurch den Herrn Orban zur Ablenkung schwer in die Mangel nehmen, ehe massive Hilfe nahte:
    "Der UN-Generalsekretär António Guterres hat den Deutschen jetzt zu ihrer Selbstlosigkeit gratuliert, immerhin. Die Impfstoffpolitik der EU zeige die Bereitschaft, mit den Kleinen und Schwächeren zu teilen, sagte er bei einer Feierstunde im Bundestag. Wir werden sehen, ob die Deutschen auch finden, dass die Auszeichnung als Moralweltmeister den Nachteil bei der Impfstoffversorgung aufwiegt."
    Marx ist out!

  • 2
    1
    paral
    29.12.2020

    Ihr lieben Leute, betrachtet doch das Zitat mal aus der Sicht von Biontech/Pfizer. Nu wat? Spaß beiseite, Marx und sein Jahrhundert sind tot, sowas von...Geld regiert die Welt, der Mensch geht dorthin, wo es für sein Leben vorteilhaft ist, und ändern wird er sich nur temporär durch Zwang. Im kleinen wie im großen. Eine Diskussion ist eher müßig, die Vorurteile und Gewißheiten sind zu festgefahren, so ist er der Mensch und er wird in absehbarer Zeit nicht über seine Steinzeit-DNA springen können, wenn überhaupt. Im übrigen bin ich der Meinung, daß dieses fragile Gleichgewicht zwischen menschlichen Begierden und zivilisierten Regeln des Zusammenlebens in Deutschland am vorbildlichsten verwirklicht wurde, warum sonst wollen sie alle dahin? Nun muß man einschränken, daß es zur Zeit in die falsche Richtung zu gehen scheint, mehr in Richtung Verordnungs"demokratie". Fragen über Fragen, Meinung gegen Meinung und keine Debattenkultur mehr....

  • 5
    1
    BuboBubo
    29.12.2020

    @Haju: Ich denke, dass Marx' Zitat kein Ausbruch "niedrigen Instinktes, z. B. Sozialneid", sondern eine zwar pointierte, aber treffende Beschreibung der Wirklichkeit ist. Das Kapital sucht die besten Wuchsbedingungen - und sei es ein Misthaufen. Geld stinkt nicht, wenn es gut gewaschen wurde. Es gibt genügend Beispiele für unmenschliche, aber hochprofitable Produktionsbedingungen, die vom Konsumenten goutiert werden, sofern das Produkt nur billig genug zu haben ist. Werden dem Kapital zu viele Fesseln (z. B. durch den unsäglichen Mindestlohn) angelegt, flüchtet es. Es sucht Steueroasen, ungebremste Liberalität, Billiglohn. Das ist dem Anleger wichtig. Wer zu zimperlich agiert, geht vom Markt (wer es übertreibt, manchmal allerdings auch).
    Sehr Viele müssen für wenig Geld viel arbeiten und einige Wenige lassen ihr vieles Geld ertragreich für sich arbeiten. Die Spaltung der Gesellschaft nimmt das Kapital als Kollateralschaden gern in Kauf. - Alternativen wären wünschenswert.

  • 3
    2
    Haju
    29.12.2020

    @BuboBubo
    Aber wer wird denn gleich in Küchenphilosophie verfallen! Sehen Sie alles als ein Ringen an und denken Sie deshalb an die Ringparabel (ein jeder bemühe sich, bis ein Richter, der viel weiser ist, spricht)! Der Papst ist doch schon ganz gut für einen 100%igen, oder? Wohingegen die linken für mich beim Wettbewerb schon draußen sind. Viel fehlt jedenfalls nicht mehr - das liegt an der ewiglichen Schuldigensuche und dem Herauskitzeln niedriger Instinkte: z.B. Sozialneid. Siehe Ihr Zitat - außerdem vergißt man dabei doch wieder glatt, was Kapital ist...

  • 9
    2
    BuboBubo
    28.12.2020

    @Haju: Opium?

    Ich begebe mich hier auf das sehr dünne Eis der Küchenphilosophie. Aber was soll man machen, wenn sonst keiner mitdiskutieren will?

    Leider sind Marx' Schriften für mich unlesbar. Deshalb bin ich auf volkstümliche Interpretationen angewiesen, ähnlich wie beim anderen legalen Opium, der Bibel. Die Gegner der einen wie der anderen Schrift behaupten, diese seien wirklichkeitsfremd und/oder überholt. Und die Gegner sowohl der einen als auch der anderen und noch weiterer Schriften könnten ähnlich wie Sie argumentieren: Was wäre schlimmer? Ein 300%iger Christ/Islamist/Marxist/...
    Das führt zu nichts, außer zum Kreuzziehen/Sprengstoffgürtelzünden/Kopfeinschlagen.
    Wenn heute noch über Aristoteles, Lao-Tse, Mohammed, Hegel - und eben auch Marx - ein Nachdenken lohnt, dann wird das seinen Grund haben. Marx hat den Kapitalismus so beschrieben, wie er mir aus eigener Anschauung erscheint. Die Welt von Jesus Christus sehe ich nirgendwo realisiert. Nachdenken lohnt trotzdem.

  • 6
    4
    Haju
    28.12.2020

    @BuboBubo
    Marx' Opium ist zwar legal, aber auch nicht der gute, saubere Stoff - kann man bei 100 oder erst Recht bei 300%igen Kommunisten sehen.

  • 11
    9
    BuboBubo
    28.12.2020

    @ Frank Hommel: "Corona aber führt vor Augen, dass selbst der Kapitalismus für Menschenleben Pause machen kann."

    Das müssten Sie bitte näher erklären.

    „Mit entsprechendem Profit wird Kapital kühn.
    10 Prozent sicher, und man kann es überall anwenden;
    20 Prozent, es wird lebhaft;
    50 Prozent, positiv waghalsig;
    für 100 Prozent stampft es alle menschlichen Gesetze unter seinen Fuß;
    300 Prozent und es existiert kein Verbrechen, das es nicht riskiert, selbst auf die Gefahr des Galgens.“
    (Karl Marx, „Das Kapital“, Band 1 [MEW Bd.23, S.788, Fußnote 250])

    Hat sich da neuerdings was geändert? Warum? Macht der Kapitalismus wegen der drohenden Klimakrise demnächst erneut Pause? Oder sind das alles nur ungewollte Zwangspausen, etwa wie bei Wirecard (300%)?
    Mir bleiben Zweifel.
    Und bitte immer sauber unterscheiden zwischen dem konkreten Kapitalisten (Unternehmer) und dem Kapitalismus, respektive dem Kapital (dem scheuen Reh). Sie wissen schon: Das Einzelne und das Allgemeine…