Wirklich ein Signal?

Über die Rückkehr von Bayerns Verteidiger Mats Hummels zu Borussia Dortmund

Transferhammer, Mann mit Meister-Gen, Win-win-Situation. Überschwängliche Worte begleiten die Rückkehr von Bayerns Verteidiger Mats Hummels zu Borussia Dortmund in den Medien. Und ja, es ist vorstellbar, dass alle drei Beteiligten, die Bayern, der BVB und der Spieler, vom Wechsel profitieren werden. Der Rekordmeister, wenn er mit dem frischen Geld den Transfer von Leroy Sané noch umsetzen und gleichzeitig die Hummels-Lücke in der Defensive schließen kann. Der BVB, weil er einen charakterlich starken Typen, der die Abwehr stabilisiert und keine Eingewöhnung an alter Wirkungsstätte benötigt, zurückbekommt. Und der Profi selbst, weil er größere Chancen hat zu spielen und sich mit einem weiteren Vertragsjahr Millioneneinnahmen gesichert hat.

In gleichem Atemzug bleibt aber auch festzuhalten: Der Transfer bedeutet ebenso das Eingeständnis des Hauptdarstellers, im deutschen Verein mit den größtmöglichen Chancen auf den Gewinn der Königsklasse gescheitert zu sein. Deshalb wirkt es komisch, dass der BVB die Rückkehr als Signal wertet, die Münchener jetzt im Meisterrennen angreifen zu wollen. Mit einem Spieler, den der Rekordmeister aufs Abstellgleis geschoben hat? Dazu gehört sicher einiges mehr. Dass einer, der für die Bayern nicht gut genug ist, aber dennoch der Dortmunder Defensive helfen müsste, offenbart die Schwachstelle der Borussia in der Vorsaison. An Ehrgeiz dürfte es jedenfalls Hummels nicht mangeln, dem Bundestrainer oder dem FC Bayern zu zeigen, was er auch mit 30 Jahren noch leisten kann.

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