Wo Schäuble falsch liegt

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66 Kommentare
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  • 6
    7
    BuboBubo
    03.01.2021

    @Lesemuffel: "Aus den Hotspots der Altenheime war niemand in O-Thal und trotzdem wird in den Heimen gestorben."

    Vielleicht war auch jemand erst in O-Thal und dann zu Besuch im Heim - und seitdem wird dort gestorben?
    Es ist sattsam bekannt und wird allenthalben laut beklagt, dass der Schutz der Risikogruppen nicht hinreichend gut erfolgt. Darunter fallen übrigens nicht nur Heimbewohner, sondern auch ältere Menschen, die zu Hause leben - und nicht mal nur Ältere.
    Wenn ich das also weiß und auch nichts daran ändern kann, was mache ich da? Erst Party, dann Besuch beim Opa und anschließend Klage gegenüber "der Politik" wegen des fehlenden Schutzes der Risikogruppen führen? Oder gehe ich für die nächsten Monate durch das Tal der Tränen, verzichte auf das scheinbar Unverzichtbare, aber nehme meine Eigenverantwortung wahr? Schäuble scheint letzteres anzunehmen. Er ist eben ein ehrbarer Idealist.

  • 14
    9
    Lesemuffel
    03.01.2021

    Klar liegt Schäuble richtig. Was ist schlimm daran, die Politik zu konstruktivem Nachdenken zu mahnen und daraus ableitend Maßnahmen zu beschließen? Jeder sieht doch dass es nicht reicht, stets nur undifferenziert Restriktionen festzulegen und anschließend mit viel medialen Lärm Verlängerungen zu fordern. Aus den Hotspots der Altenheime war niemand in O-Thal und trotzdem wird in den Heimen gestorben. Kann man nicht auch darüber nachdenken, wie der Schulbetrieb in definierten Umfang aufrechterhalten werden könnte, anstatt einfach dicht zu machen?

  • 14
    15
    BuboBubo
    03.01.2021

    Dazu passt die aktuelle Schlagzeile "Chaos an Ausflugsorten: Winterberg macht dicht, gesperrte Straßen im Harz".

    Bitten der Gemeinden missachtend, Mahnungen der Verantwortlichen ignorierend und allen Appellen an die Einsicht der Bürger zum Trotze: Ich tue, was mir nicht ausdrücklich verboten ist – und wenn ich nicht erwischt werde, auch gerne etwas mehr. Hauptsache, ich habe Spaß.

    Wolfgang Schäuble ist ein ehrenwerter Idealist.

  • 17
    19
    klali
    02.01.2021

    Die Einschränkungen im Sommer und Herbst des vergangen Jahres waren gering. Es durfte gereist werden, Beschränkungen sozialer Kontakte wurden gelockert. Die Politik setzte - trotz vorhandener Warnungen von Ärzten, Wissenschaftlern oder Ethikern - auf die Verantwortung des Einzelnen. Es hat nur wenig funktioniert.
    Keiner weiß, ob die Infektions-und Todeszahlen nicht noch höher wären, gebe es diese Einschränkungen nicht. Schäubles Einlassungen bieten keine Lösung und sind alles andere als hilfreich.

  • 16
    12
    MisterS
    02.01.2021

    "Wo Schäuble richtig liegt", wäre der hier passende Kommentar gewesen.

  • 19
    19
    klapa
    02.01.2021

    Herr Schäuble scheint als einer von Wenigen eine feine Antenne dafür zu haben, dass man die Grundrechte des Bürgers nicht bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag einengen kann, ohne dass die vorhandene Unzufriedenheit mit Maßnahmen, die kaum etwas bewirken, steigt und auf breitere Bevölkerungsschichten übergreifen könnte.

    Er plädiert deshalb für 'soviel Freiheit als möglich'. Auf jeden Fall ein besserer Ansatz als die bisherige Praxis der beinahe nutzlosen Einschränkungspolitik.

    Ich höre eher die versteckte Mahnung an die Politik zu versuchen, mit weniger ‚totalitären’ Maßnahmen zum Erfolg zu kommen.

    Deshalb liegt der BT-Präsident für mich überhaupt nicht falsch.