Michail Gorbatschow: "Ich glaube an einen modernen Sozialismus"

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Mauerfall 89: Der ehemalige sowjetische Staats- und Parteichef Gorbatschow über Mauerfall und Mittelstreckenraketen, Demokratie und Wladimir Putin

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77 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 1
    6
    Haju
    10.11.2019

    @Freigeist14
    Die Menschen haben vor 30 Jahren sogar den Marxismus-Experten Honecker verstanden: die Ursachen, die zum Bau der Mauer führten müssen beseitigt werden, sonst steht die nämlich noch 100 Jahre oder länger.

  • 0
    7
    Haju
    10.11.2019

    @Freigeist14
    Ooch, da gibt es noch viel mehr Sieger der Geschichte über die notorischen Verlierer. Ronald Reagan zum Beispiel, dessen Aufforderung zur Grenzöffnung Gorbatschow schließlich zugelassen hat. Leider läßt Berlin nur ein Denkmal für ihn auf dem US-Botschaftsgelände zu.

  • 6
    3
    Freigeist14
    10.11.2019

    Haju@ Ihre steilen "Freiheits"-Thesen zeigen leider nur peinlich , daß Sie Marx weder gelesen noch verstanden haben . Das Narrativ , eine Linie vom Materialismus zu Terror zu ziehen ,ist das übliche Rüstzeug der Verfechter des Zeitgeistes und selbsternannter Sieger der Geschichte (Gauck , Winkler , Vaatz....usw.)

  • 0
    7
    Haju
    10.11.2019

    Das von Marx entwickelte Opium will sich aber nun wirklich niemand mehr reinziehen. Und Marx hat mit sich selbst bereits den Totengräber des Marxismus erschaffen. Er wollte den Hegel vom Kopf auf die Füße stellen und postulierte, daß das Sein das Bewußtsein bestimmt. Mit dem Sein sah es aber bei den weltweit über 60 Sozialismus-Versuchen gar nicht gut aus. Es blieb die Tatsache, daß "die Theorie zur materiellen Gewalt wird, wenn sie die Massen ergreift". Dieses Bewußtsein sorgte dann dafür, daß nichts vom Opium bewirktes übrig blieb, als eben eine so nie dagewesene Gewalt.
    Die Kirchenväter haben schon 1,5 Jahrtausende vor Marx begriffen, daß man das Paradies auf Erden wohl nicht erschaffen kann - aber die Hölle auf Erden kann der Mensch ausgesprochen gut (Stalin, Mao, Pol Pot). Deshalb wurden Beschreibungen der Hölle in die Apokryphen verbannt.
    Nun ja, ein König vor 500 Jahren hätte ich nicht sein wollen (Kein PC, Internet, Musikanlage, Kino, Auto, Speisen aus aller Welt wann immer ich möchte und Urlaubsreisen dahin, usw. usf.). Es wird also immer paradiesischer, langsam aber sicher und zwar mit MINT, nicht mit "Geisteswissenschaften", Herr Marx (eigene These also). Wenn man es (sozial)revolutionär, also von heute auf morgen versucht - dann also mit dem Ergebnis Hölle. Mit etwas Verstand (bzw. etwas weniger Eigen-Opiate) hätte das Marx wie die Kirchenväter lange vor ihm verstehen müssen.
    Freiheit ist das einzige was zählt (damit es wirklich paradiesischer werden kann)!

  • 3
    1
    Manara4
    10.11.2019

    "Die Religion ist der Seufzer der bedrängten Kreatur, das Gemüth einer herzlosen Welt, wie sie der Geist geistloser Zustände ist. Sie ist das Opium des Volkes."
    Marx schrieb: des (!) Volkes, nicht für das Volk.
    Lemma 1 ist falsch! Die Grundlage ihrer logik. Der Rest ist Polemik.

  • 0
    4
    acals
    09.11.2019

    Danke Gorbi!

    Du hast uns Deutschen viel gegeben - du bist ein Beispiel das Deutsche und Russen zielführend in Frieden zusammenleben können.

    Du hast aber für alle Anhänger des Sozialismus gerade welthistorisches formuliert (wir anderen wussten dass nun schon lange).

    Marx sagte, dass Religion Opium für das Volk ist. Wenn ich mich richtig erinnere, dann ist Glauben Wesensgegenstand von Religionen. In der Linie Marx/Engels/Lenin/Stalin/Chrustzschow/Breshnew ... bist Du der Letzte der Ahnengalerie. Von Dir zu lesen, das Glauben Wesengegenstand des Sozialismus ist, freut uns. Es zeigt uns, dass auch bei Dir als letztem Mohikaner und Häuptling Realitätssinn angekommen ist. Die Weltreligionen, die sich um das Schicksal der Seele im Jenseits kümmern, strecken Dir jetzt die offene Hand entgegen - und heissen den Sozialismus in ihrem Kreis willkommen.

    Amen.

    Die Probleme im Diesseits, die regeln wir anders, soll sagen demokratisch.

  • 3
    6
    Haju
    09.11.2019

    Herr Gorbatschow, es wäre alles ganz einfach - ich möchte da mal auf einen Jahre alten Gedanken von mir zurück greifen:
    Wie wäre es mit einem Treffen von Trump und Putin in Dresden (inklusive Bad in der Menge)? An einem Tag könnten auch die Regierungschefs von Osteuropa dazustoßen. -
    Jetzt braucht man nur noch (eventuelle) Kommentare von "ganz oben" bis hier "unten" bei der FP zu diesem Gedanken lesen und es entsteht ein allumfassendes "EU-Sittengemälde".