Missmut am Rande der Stadt

Der Streit um ein Wohnprojekt für Suchtkranke und Obdachlose in Grüna hat offenbar nicht nur dort alte Wunden neu aufgerissen: Wie geht das Rathaus mit Ortschaften um, die nach 1990 eingemeindet wurden?

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66 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 11
    3
    872889
    21.06.2020

    Ach und noch etwas, @Steuerzahler: Wenn Sie schon persönlich werden: Ja, ich habe Kinder. Und ja, sie leben nicht in einer heilen Welt und schauen auch nicht durch eine rosarote Brille. Wir Eltern haben ihnen Werte vermittelt, welche sie leben. Sie sind u.a. sehr tolerant und engagiert - auch gegenüber Menschen, welche am Rand der Gesellschaft leben. Darauf bin ich richtig stolz!

  • 10
    3
    872889
    21.06.2020

    Sorry, @Steuerzahler: Wenn hier jemand polemisiert und Populismus verbreitet, dass doch wohl eher Sie. Aber ja, in den eingemeindeten Ortsteilen ist überall eine heile Welt. Man trinkt keinen Alkohol, man begeht keinerlei Straftaten, man mäht sonntags keinen Rasen und hackt kein Holz, man vergeht sich an niemanden... Schade das die Statistik und wohl auch die Realität da etwas anderes zeigt. Das hat weder mit Behördenversagen noch sonst etwas zu tun. Die Menschen sind so, ob eingemeindet oder nicht eingemeindet.

  • 9
    14
    Steuerzahler
    21.06.2020

    @ 872889: Ihr Beitrag st an Polemik und Populismus nicht zu übertreffen. Vielleicht sollten Sie darüber nachdenken, dass es darum geht, wie generell mit den eingemeindeten Ortsteilen umgegangen wird und deren Interessen und Möglchkeitn zur Mitbestimmung. Schließlich nimmt man auch deren Steuern gern in Empfang, vor allem weil sie bei der Grundsteuer mit dem Segen des obersten Gerichtes höher als im Zentrum sind. Dabei ist es vollkommen egal, wer in diesem angeblichen Speckgürtel wohnt. Zum Anderen sollten Sie vor allem in der heutigen Zeit mit all den Straftaten gegen die Persönlichkeit von Kindern, die auch durch eklatantes Behördenversagen möglich wurden, darüber nachdenken, was es bedeutet, eine Einrichtung für Alkoholiker, deren Steuerungsfähigkeit im Rauschzustand erheblich vermindert ist und für die im Freien extra eine Trinkmöglichkeit eingerichtet wird, in der Nähe einer Schule zu etablieren. Die Entschuldigungen und Beteuerungen der Behörden für den Fall der Fälle hat man heute schon in den Ohren. Ihre Kinder scheint es auf alle Fälle nicht zu betreffen, sonst würden Sie nicht zu solch Vorurteilen kommen.

  • 17
    15
    franzudo2013
    20.06.2020

    Es gibt doch einen schönen Vergleich. Neukirchen ist eigenständig und sieht auf der Karte schon wie ein fehlendes Puzzlestück aus.
    Was geht in Neukirchen ?
    Es gibt Eigenheimstandorte, es wird eine Schule gebaut oder Schulen erweitert. Man kümmert sich um das Freibad.
    Das gibt es in Chemnitz zwar auch, aber es dauert länger, wird vermutlich teurer und es gibt seltsame Findungsprozesse, wenn man alleine an das Thema Freibad Erfenschlag und das Bad im Chemnitzer Norden denkt.

  • 25
    16
    Klemmi
    20.06.2020

    Ob eine Ausgliederung zu erreichen wäre oder nicht, allein die in den Raum geworfene Drohung, sollte das Chemnitzer Rathaus zu denken gebe. Und das zu Recht. Die Auffassung von Bürgernähe lässt, insbesondere in den Chemnitzer Behörden, mehr als zu Wünschen übrig. Im Grünaer Fall ist der Protest berechtigt und nach meiner Meinung, zwar nicht gegen die Menschen dieser geplanten Einrichtung selbst, sondern mehr um die Art und Weise. Auch das übrige fehlende Engagement der Stadt zu den Randregionen tut sein Übriges. Beispiel Mittelbach: Durch eine mangelhafte ÖPNV-Anbindung ist dieser Stadtteil besser an Zwickau, als an das eigene Stadtzentrum angeschlossen. Die alleinige Konzentration auf die Innenstadt und die teilweise fortschreitende Vernachlässigung der Peripherie vergiftet die Stimmung.

  • 44
    19
    872889
    20.06.2020

    Wir befinden uns im Jahre 2020 n. Chr. Der Speckgürtel von Chemnitz ist von den Chemnitzern besetzt… Der ganze Speckgürtel? Nein! Ein von unbeugsamen Grünaern bevölkertes Dorf hört nicht auf, dem Eindringling Widerstand zu leisten...

    Man lebt u.a. in Grüna gerne von den Vorzügen der Stadt. Man arbeitet in Chemnitz, geht dort essen oder einkaufen, nimmt Kulturangebote in Anspruch, Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und, und, und. Aber wehe, die scheinbare Idylle wird gestört. Da kennen die unbeugsamen Grünaer kein Pardon und keine Pflicht...