30-Jähriger muss sich verantworten

Hainichen/Chemnitz.

Der Fall eines sexuellen Übergriffs auf eine 19-Jährige, der in Hainichen im September für Aufsehen gesorgt hatte, wird am Mittwoch vor dem Amtsgericht Chemnitz verhandelt. Bei dem Angeklagten handelt es sich um einen 30-jährigen Marokkaner, der sich seit dem 24. September in Untersuchungshaft befindet. Ihm wird vorgeworfen, am Abend des 21. September 2019 in der Nähe der Hainichener Trinitatiskirche an der jungen Frau "gewaltsam und unter Androhung von gegenwärtiger Gefahr für Leib und Leben sexuelle Handlungen vorgenommen und ihr hierbei auch Verletzungen zugefügt zu haben". Die Frau rief um Hilfe: Der Mann habe erst von ihr abgelassen und sei geflüchtet, als sich Passanten näherten. Das hatte die Staatsanwaltschaft mitgeteilt, als sie im Januar Anklage wegen sexueller Nötigung in Tateinheit mit vorsätzlicher Körperverletzung erhob. Der Fall war in Mittelsachsen zum Politikum geworden, nachdem die Landesregierung auf Nachfrage des AfD-Landtagsabgeordneten Rolf Weigand bestätigte, dass der Beschuldigte seit geraumer Zeit ausreisepflichtig gewesen war. (fa/jl)


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