Ab jetzt gilt die Bronzezeit

Augustusburg gibt es nun zweimal: Das bronzene Stadtmodell wurde am Donnerstag aufgestellt - mittendrin im Original.

Augustusburg.

Das bronzene Tastmodell der Augustusburger Altstadt hat seinen Platz auf dem Markt gefunden. Am Mittag wurde das Modell auf dem Betonsockel platziert und verankert. Ein spezieller Zwei-Komponentenkleber hält die dicken Stahlstifte und damit das gesamte Modell: "Bombenfest", sagte Jan Kempe von der Firma Schmidt Bau, die mit der Neugestaltung des Marktes beauftragt war. Der Aufbau des Stadtmodells ist zugleich das Finale der Arbeiten, die am Freitag ihren Abschluss finden. Sechs große Pflanzbehälter wurden aufgestellt, dazu eine lockere Sitzgruppe rings um das Stadtmodell. Dort wird es auch eine Media-Box geben, aus der die Geschichten der Kleinstadtmenschen abgehört werden können. Die großen Pflanzkübel sollen bis Ende März bepflanzt werden, dann, da ist sich Bürgermeister Dirk Neubauer (SPD) sicher, wird der Altstadt-Markt einen ganz anderen Gesamteindruck vermitteln.

Das Stadtmodell hat der Vermessungsingenieur Nils Noy aus Burkhardtsgrün, einem Ortsteil von Zschorlau im Erzgebirge, entworfen, gestaltet und gießen lassen. Für die dreidimensionale Vorlage, aus der die Gussform entsteht, hat er Katasterkarten und Luftbilder ausgewertet und mehr als 1000 Fotos von der Altstadt gemacht. Die einzelnen Gebäude und Quartiere werden als Modelle im 3-D-Drucker erstellt und auf die Grundplatte geklebt, Straßen und Plätze werden benannt -auch in Blindenschrift, schließlich ist das Modell ein Tastmodell.

Die Grundplatte hat die Form einer Ellipse und misst etwa 1,60 mal 1 Meter. Im Maßstab 1:400 ist die Altstadt vom Schloss über die Stadtkirche bis zur Bergstation der Drahtseilbahn und weiter entlang der Marienberger Straße abgebildet. Gut 20.000 Euro kostet das Stadtmodell inklusive Sockel und einer Gasleitung, die umverlegt werden musste.

Die Neugestaltung des Marktes ist Teil der Maßnahmen zur Aufwertung der Augustusburger Altstadt. Dazu gehört auch der neue Anna-Weg, der durch einen Kräutergarten und Streuobsthain von der Altstadt hinauf zum Schloss führt. Der ist auch auf dem Stadtmodell zu erfühlen. Zusammengerechnet investiert die Stadt in Marktgestaltung und Anna-Weg rund 500.000 Euro. Möglich wird das dank Fördermitteln.

Die Einweihung des Anna-Weges wird am 4. und 5. Mai gefeiert. Auf dem Marktplatz wird es zwei Tage lang einen Naturmarkt geben. Dann sind Anna-Weg und neuer Marktplatz erstmals thematisch direkt miteinander verbunden.

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