Am Neumarkt soll indische Küche serviert werden

Der Bauantrag ist gestellt. Gastronom Kanwaljit Singh will im Juni Gäste bewirten. Doch es gibt noch Fragen zu klären.

Zschopau.

Ein Restaurant mit indischen und italienischen Spezialitäten soll im kommenden Jahr das Angebot am Zschopauer Neumarkt bereichern. Investor Kanwaljit Singh hat dafür das Eckhaus mit dem früheren "Sport 2000"-Geschäft erworben und das Ladengeschäft daneben von der Grundstücks- und Gebäudewirtschafts-GmbH gemietet. Der gebürtige Inder ist in Zschopau kein Unbekannter. 2005 eröffnete er an der Rudolf-Breitscheid-Straße sein erstes Lokal mit Lieferservice. Zuvor hatte er in der Pizzeria seines Bruder in Marienberg gearbeitet. "Kochen habe ich in Deutschland gelernt", sagt Kanwaljit Singh, der 1997 über die Textilbranche den Weg nach Deutschland fand. Sein Vater betreibt in Indien eine Textilfabrik.

In der Gastronomie Fuß zu fassen, sei anfangs schwer gewesen. "Aber jetzt kann man davon leben", sagt der dreifache Familienvater. In der neuen Gaststätte möchte Kanwaljit Singh die Speisekarte erweitern und beispielsweise indische Spezialitäten aus dem Tandoori-Ofen servieren. Läuft alles nach Plan, soll das Restaurant mit etwa 70 Plätzen Ende Mai oder Anfang Juni öffnen. Der Gastronom rechnet mit vier bis fünf Monaten Bauzeit. Doch zunächst benötigt der Bauherr eine Genehmigung für die Umnutzung der früheren Verkaufsräume.

Im Technischen Ausschuss hatte der Bauantrag jüngst eine Diskussion ausgelöst. Bedenken äußerte Robert Müller (Fraktion BFW/FDP). Er befürchtet, dass sich Bewohner im Umfeld der Gaststätte durch Geräusche und Gerüche gestört fühlen könnten. Auch Fraktionskollege Frieder Meyer hatte Fragen. Etwa nach den Parkmöglichkeiten für Gaststättenbesucher: "Wie wollen wir die Verkehrssituation klären?" Bauamtsleiterin Martina Wutzler sagte, dass die Stadt über eine Ablösesumme für Stellflächen verhandeln müsse. Frieder Meyer sieht den Widerspruch damit nicht gelöst: "Wir reden über Verkehrsberuhigung auf dem Marktplatz. Das beißt sich doch irgendwie." Niels Sigmund (Grüne) begrüßte das Projekt. Aus seiner Sicht wäre es ohnehin schwierig, das Vorhaben abzulehnen. Der Bereich um den Markt entspreche de facto einem Mischgebiet.

Bauamtsleiterin Wutzler sprach von einer sehr guten Lösung: "Wir sind froh, dass in die Gebäude an markanter Stelle wieder eine Nutzung reinkommt." Zumal der neue Eigentümer weitere Investitionen angekündigt habe.

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