An den Straßen will der Kreis 2021 bauen

Ohne Fördermittel läuft an Mittelsachsens Trassen auch 2021 wenig. Einige Projekte hat sich das Landratsamt nun schon auf die Agenda geschrieben. In der Region Freiberg ist es nur ein Projekt.

Freiberg/Hirschfeld.

Mit dem Beschluss zum Haushalt des Landkreises für 2021/2022 vom Mittwoch ist nun auch der Weg frei für einige geplante Bauprojekte an Kreisstraßen im kommenden Jahr. "Die große Herausforderung dabei ist die Finanzierung. Der Landkreis kann die Vorhaben nur mit Fördermitteln umsetzen", erklärt dazu die zuständige Referatsleiterin Straßenbau Claudia Landgraf. Die werden aus verschiedenen Programmen erwartet. Noch unsicher sei, in welchem Umfang Gelder aus der sogenannten Richtlinie für kommunalen Straßenbau - Teil A fließen. Für Fahrbahnerneuerungen erhalte der Landkreis rund 2,5 Millionen Euro vom Freistaat. Folgende Projekte in den Regionen Freiberg, Mittweida und Rochlitz stehen nun auf der Aufgabenliste des Landkreises für 2021: Hirschfeld: Eine neue Fahrbahn soll die Kreisstraße 7794 im Reinsberger Ortsteil Hirschfeld (Reinsberger Straße) erhalten. "In den vergangenen Monaten haben wir an dem Abschnitt von Hirschfeld zur Autobahn gearbeitet, 2021 geht es innerorts auf 600 Metern weiter", so Landgraf. Beginnen sollen die rund 400.000 Euro teuren Arbeiten im späten Frühjahr. Das ist die bisher einzige Maßnahme in der Region Freiberg. Dabei verweist der Landkreis auf eine Prioritätenliste, in der auch die Finanzierbarkeit eine Rolle spiele.

Oederan: Ein Novum stellt die Beteiligung des Kreises am Neubau eines Geh-Radweges zwischen Oederan und dem Ortsteil Börnichen dar. "Hier hatte die Stadt vorgearbeitet und die Initiative übernommen", erklärt Landgraf. Es handele sich um die erste Radwegbaumaßnahme des Landkreises, bei der der Landkreis den straßenbegleitenden Abschnitt außerorts finanziere, die Stadt den innerorts. Die Gesamtkosten sind mit 540.000 Euro veranschlagt, der Kreis trage davon 130.000 Euro. Ringethal: Mit Kosten von rund 250.000 Euro rechnet die Verwaltung bei der Sanierung einer Brücke an der K 8212 im Mittweidaer Ortsteil Ringethal (nahe Feuerwehrgerätehaus). "Auf der Ringethaler Brücke musste in diesem Jahr der Verkehr eingeengt werden, nächstes Jahr folgt deren Sanierung", so Landgraf.

Langenleuba-Oberhain: Mit geschätzten Kosten von rund 1,5 Millionen Euro ist der dritte und letzte, 800 Meter lange Abschnitt der Kreisstraße 8257 im Peniger Ortsteil Langenleuba-Oberhain das größte Vorhaben. Bis ins Jahr 2022 dauern die Arbeiten, die voraussichtlich im Sommer 2021 starten. Dabei soll auch eine Brücke saniert werden. Bei dem betroffenen Abschnitt im Ortskern handele es sich um ein Stück Kreisstraße zwischen der früheren Bundesstraße 95 in Richtung Kreisgrenze.

Ottendorf:In dieser Woche begonnen haben die Arbeiten zur Sanierung einer Stützwand um Ottendorfer Bach an der Kreisstraße 8250 im Lichtenauer Ortsteil Ottendorf (Kosten 1,1 Millionen Euro). Im Zuge dieser Baumaßnahme will die Gemeinde auch vorhandene Gehwege instandsetzen, der Wasserzweckverband ZWA zudem Entwässerungskanäle sanieren. Bauende ist voraussichtlich am 15. Juli 2021. Der auszubauende Abschnitt der Kreisstraße gehörte ehemals zur Staatsstraße (S) 200 und wurde im Zuge des Neubaus der Ortsumgehung umgewidmet. Berthelsdorf: Ebenfalls fortgeführt werden die Arbeiten zur Beseitigung von Hochwasserschäden aus dem Jahr 2013 im Hainichener Ortsteil Berthelsdorf. Für den Ersatzneubau einer Brücke sind hier rund 520.000 Euro veranschlagt. In diesem Fall werden die Arbeiten im Winter unterbrochen und 2021 wieder aufgenommen. Hennersdorf: Über ein Förderprogramm zur Instandsetzung von Straßen und Ingenieurbauwerken sind derzeit fünf Projekte vorgesehen. Dazu zählt die denkmalgeschützte Hennersdorfer Holzbrücke im Augustusburger Ortsteil, die teilweise für etwa 400.000 Euro saniert werden soll. "Sie bleibt in der Zeit befahrbar, im kommenden Jahr planen wir, an den Widerlagern und dem Mittelpfeiler zu arbeiten", so Landgraf. Im Jahr 2022 soll die Sanierung der Brücke folgen, die aber in Durchfahrtshöhe und -breite beschränkt bleibe. Zudem soll ein sogenannter Durchlass in Hennersdorf neu gebaut werden. Erlebach: Auf einer Länge von 1,3 Kilometern wird die Fahrbahn der Kreisstraße 8212 im Bereich des Kriebsteiner Ortsteils Erlebach bis kurz vor Hermsdorf erneuert (Kosten: 800.000 Euro). Nach Arbeiten an der maroden Trasse in den Vorjahren wären dann zwei Drittel der Strecke zwischen Höckendorf und Ringethal fertig. Zuletzt war hier an der Ortsdurchfahrt von Erlebach gearbeitet worden. Röllingshain/Garnsdorf: Mit Eigenmitteln des Landkreises erfolgt eine Fahrbahnerneuerung in der Ortslage Röllingshain (Gemeinde Claußnitz) auf 600 Metern. Mit der 340.000 Euro teuren Maßnahme sei dann die gesamte Straße von Ottendorf über Röllingshain nach Altmittweida saniert. Weiterhin ist der Ersatzneubau einer Brücke in Garnsdorf (Lichtenau) geplant, welche derzeit für den Schwerlastverkehr auf 16 Tonnen begrenzt sei. Dafür sind Eigenmitteln des Kreises (250.000 Euro) vorgesehen.

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