Angelverein kämpft um seine Fische im Dorfteich

In Eppendorf droht wegen Hitze und Trockenheit ein Gewässer zu kippen

Eppendorf.

Die Eppendorfer Angler haben gestern Nachmittag erstmals in ihrer gut 50-jährigen Vereinsgeschichte den oberen Angelteich belüftet. Mit einer großen Schmutzwasserpumpe, von einem Notstromaggregat angetrieben, wurde zunächst Wasser aus dem Teich gesaugt, danach plätscherte es wieder hinein. Mit dem Aufschlag auf der Gewässeroberfläche gelangen Luftblasen ins Wasser und damit der für die Fische lebensnotwendige Sauerstoff. "Der obere Teich stand kurz davor umzukippen", sagt Fred Last, Jugendwart des Angelvereins Ortsgruppe Eppendorf. Das Gewässer ist bereits von einem grünen Algenteppich überzogen gewesen. Die Folge des Umkippens wäre ein massives Fischsterben. In dem Teich befinden sich Last zufolge Karpfen, Zander, Schleien, Rotaugen und auch Hechte. Die genaue Anzahl der Fische im Teich ist schwer abzuschätzen. Alljährlich wird das Gewässer vom Angelverein mit neuen Fischen besetzt.

Gespeist werden die beiden Angelteiche von einer Quelle sowie vom Wasser der angrenzenden Felder. Die anhaltende Trockenheit und Hitze hat den natürlichen Teichzulauf nahezu versiegen lassen. Gleichzeitig hat sich das Wasser im Teich erwärmt, der Sauerstoffgehalt sank damit dramatisch. Zwar haben die Angler noch keine Wassertemperatur gemessen. Last bestätigt aber eine "Badewannentemperatur" im Angelgewässer. Um das drohende Fischsterben abzuwenden, haben sich die Angler erstmals in ihrer Vereinsgeschichte für eine Teichbelüftung entschieden.

Der Angelverein zählt 43 Mitglieder aller Altersgruppen. Es gibt junge Nachwuchsangler bis hin zu den Ehrenmitgliedern. Die beiden Teiche am Teichweg in Eppendorf sind die einzigen Pachtgewässer des Vereins. Es gibt Fred Last zufolge regelmäßige Angeltermine sowie einmal monatlich einen Arbeitseinsatz für die Pflege des Gewässers. Wie oft die Teiche in den nächsten Tagen erneut belüftet werden müssen, wissen die Angler nicht. "Wir müssen das jetzt im Auge behalten", sagt Fred Last. Denn das Umkippen eines Gewässers geschieht plötzlich und innerhalb weniger Stunden.

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