Aufatmen am Höllberg: Verkehr rollt bald wieder

Seit zwei Jahren ist die wichtige Verbindungs- straße zwischen Augustusburg und Leubsdorf dicht. Jetzt zeichnet sich ab, dass die Baustelle eher wegkommt als vorgesehen.

Schellenberg.

Für Kraftfahrer und Anlieger wird die Fahrt durch Schellenberg bald wieder angenehmer verlaufen. Denn die Baustelle am Höllberg soll zeitiger beendet werden als bisher angenommen. Darüber informierte Leubsdorfs Bürgermeister Dirk Fröhlich (CDU) zur jüngsten Gemeinderatssitzung. Ursprünglich besagte der Bauablaufplan, dass die Straße zum 30. November wieder für den Verkehr freigegeben werden sollte. "Ich kann heute zwar noch keinen konkreten Termin für die Freigabe nennen. Doch es gilt als sicher, dass die Bauleute deutlich vor dem 30. November abrücken werden", sagt Fröhlich.

Zwar ist es derzeit noch unübersehbar, dass die Mitarbeiter des Unternehmens "Swing und Cut" aus Großrückerswalde den Takt angeben. Doch während sie insbesondere auf dem unteren Abschnitt in Richtung der Gaststätte "Höllmühle" aktiv sind, ist im oberen Bereich nahe der Kirche der Fußweg fertig und die erste Schicht Schwarzdecke aufgetragen.

"Für uns stellt die Fertigstellung des Abschnitts zwischen der Gaststätte ,Höllmühle' sowie der Kirche in Schellenberg eine riesengroße Erleichterung dar. Nicht zuletzt werden die Anwohner aufatmen und die Umleitungsstraßen entlastet", sagt das Gemeindeoberhaupt. Im Gesamtbereich, der von der Höllmühle bis zum Ortsausgang in Höhe der Firma Landtechnik Nürnberger reicht, wurden insgesamt 2,5 Millionen Euro verbaut, wobei sich der Gemeindeanteil auf rund 460.000 Millionen Euro beläuft.

"Durch Fördermittel beträgt unser Anteil jedoch nur zirka 54.000Euro", rechnet Fröhlich vor. Künftig rollen die Autos nicht nur über glatten Asphalt, es wird auch eine Gefahrenstelle beseitigt. Denn auf dem Höllberg existierte vorher zum Beispiel kein Fußweg.

So stellte das Laufen auf dem Abschnitt insbesondere für Personen mit Kinderwagen oder alte Menschen eine große Herausforderung dar. Deshalb mühten sich insbesondere der damalige Bürgermeister Ralf Börner sowie Ortsvorsteher Jörg Porstmann intensiv um einen grundhaften Ausbau dieses Abschnitts.

Erste Gespräche dazu wurden bereits im Jahr 2001 geführt, wobei es damals um den gesamten Verlauf der Staatsstraße 236 - der Höllberg bildet nur einen Teil davon - von Augustusburg nach Eppendorf ging. Am 15. Juni 2005 gab es eine Vor-Ort-Beratung mit Vertretern des sächsischen Verkehrsministeriums, dem Straßenbauamt und der Gemeindeverwaltung. 2009 und 2012 folgten weitere Gespräche im Ministerium. Im September 2012 initiierte Porstmann eine Unterschriftenaktion, um den Baustart zu forcieren, die Listen wurden im Ministerium abgegeben.

Schließlich rückten die Arbeiter am 10. Oktober 2016 an, um mit dem Umbau zu beginnen. Zunächst ging es um den Abschnitt von Landtechnik Nürnberger bis zum damaligen Edeka-Markt und anschließend die Kreuzung Dorf-/Hohenfichtener Straße. Am 19. Februar dieses Jahres nahm die Firma "Swing und Cut" aus Großrückerswalde auch den Umbau des Höllbergs in Angriff.

"Wenn diese Investition abgeschlossen ist, gibt es für mich gleich in doppelter Hinsicht Grund zur Freude", sagt Ortsvorsteher Porstmann. Auf der einen Seite haben sich so seine Anstrengungen, die er als Ortsvorsteher über viele Jahre hinweg unternommen hatte, gelohnt.

Auf der anderen Seite kann er auch als Unternehmer aufatmen. Denn als Mitinhaber eines Metallbauunternehmens ist Porstmann vom Bau direkt betroffen. "Wir mussten die gesamte Zeit mit unseren Autos täglich die Umleitung fahren. Das erscheint bei einer einzelnen Fuhre zwar als erschwinglich. Doch im Laufe der Zeit ist ein beachtlicher Betrag an Benzinkosten und Leerkilometern zusammengekommen", sagte der Schellenberger.

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