Autofahrer werden auf Schnellstraße noch immer ausgebremst

Die Bauarbeiten an einer Brücke der B 173 zwischen Flöha und Niederwiesa sind längst beendet. Dass die Straße noch nicht frei gebeben ist, liegt an einer weiteren Baustelle.

Niederwiesa.

Es sorgt für Verwunderung, Verärgerung, und am vergangenen Mittwoch hat es indirekt sogar zu einem Unfall geführt: Auf der Schnellstraße zwischen Flöha und Niederwiesa stehen trotz Beendigung der Bauarbeiten an einer Brücke noch immer Tempo-50- und Überholverbotsschilder in beide Fahrtrichtungen. Der Verkehr wird also weiterhin ausgebremst, obwohl die Strecke mit zwei Fahrstreifen in jede Richtung augenscheinlich wieder komplett frei ist. Am Mittwoch ärgerte dies einen Autofahrer offenbar so sehr, dass er direkt nach Ende des Baustellenbereiches aufs Gas drückte und dabei mit seinem Wagen auf einen anderen auffuhr.

Die Begründung für die andauernde Sperrung liefert die Sprecherin des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (Lasuv): "Aufgrund der Fahrstreifenverschwenkung auf die Gegenfahrbahn mussten während der Bauzeit unter anderem ein Mast der stationären Lichtsignalanlage und Leitplanken entfernt werden. Die derzeitigen Verkehrseinschränkungen sind noch bis zur Herstellung des ursprünglichen Zustandes notwendig", antwortet die Sprecherin schriftlich.

Ohne Behördendeutsch heißt das: Weil während der Bauarbeiten aus vier Spuren zwei wurden, mussten Leitplanken und Teile einer Ampelanlage an der Kreuzung mit der Chemnitzer Straße in Niederwiesa entfernt werden. Wenn alles wieder steht, wird die Straße wieder freigegeben. Als voraussichtliches Ende der dafür nötigen Arbeiten nennt die Sprecherin das Ende der kommenden Woche. Bis dahin sollen auch die Fahrbahnmarkierungen neu aufgebracht werden sein.

Die Sanierungsarbeiten an der Brücke in Niederwiesa liefen seit September vergangenen Jahres. Dafür wurde der reichlich zwei Kilometer lange, vierspurige Abschnitt zwischen der Ortsumgehung Flöha und dem Abzweig zur Chemnitzer Straße in Niederwiesa voll gesperrt. Der Verkehr an diesem Abzweig wird noch immer mit einer Baustellenampel geregelt. Und diese Ampel hat im vergangenen November schon für Verärgerung unter den Autofahrern gesorgt.

Erst nach mehreren Unfällen und Bürgerhinweisen reagierte das zuständige Landratsamt Mittelsachsen damals und korrigierte die Ampelschaltung. Zuvor hatten die aus Richtung Chemnitz kommenden Linksabbieger des öfteren schon Grün bekommen, wenn sich noch geradeaus fahrende Fahrzeuge im Gegenverkehr auf der Kreuzung befanden.

Auch die ausbleibende Freigabe aller vier Spuren in der winterlichen Baupause sorgte bei Autofahrern im Januar dieses Jahres für Verwunderung. Damals waren die Brückenbauarbeiten in Fahrtrichtung Chemnitz beendet, die Bauarbeiter waren abgerückt, die Straße aber weiterhin gesperrt. Damals begründete das Lasuv die ausbleibende Freigabe mit Lieferschwierigkeiten des Herstellers eines Geländers, das noch auf die Brücke montiert werden musste.

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