Azubi-Messe: Geht es nach der Premiere weiter?

Unternehmer wünschen sich eine Wiederholung - und stärkere Werbung

Flöha.

Die örtlichen Unternehmen sind sich einig: Die Job- und Ausbildungsbörse in Flöha sollte wiederholt werden. Reiner Rümmler, Geschäftsführer der Dach-Isolierung Flöha GmbH sagt auf Anfrage der "Freien Presse" am gestrigen Freitag: "Bei Handwerksbetrieben der Region herrscht eine gewisse Verdrossenheit, weil sie schwer an Lehrlinge kommen." Die Börse sei eine gute Möglichkeit, sich als Unternehmen zu präsentieren. So sieht es auch Alexander Hahn, er macht derzeit eine Mechatroniker-Ausbildung bei der W & S Wärme und Sanitär GmbH in Flöha. "Wir hatten gutes Feedback und wurden nach Praktika gefragt", so Hahn.

Am Donnerstag hatten sich 41 Unternehmen der Region Jugendlichen als Ausbildungsbetriebe präsentiert. Zur ersten Job- und Ausbildungsbörse in der Alten Baumwolle in Flöha kamen vormittags zahlreiche Besucher, vor allem Schüler gemeinsam mit ihren Lehrern. Die Stadt Flöha hatte die Veranstaltung gemeinsam mit dem Gewerbe- und Festverein organisiert und damit auf wiederholte Anfragen seitens örtlicher Unternehmer reagiert.

Schade fanden manche Betriebe, dass am Nachmittag nicht mehr viele Besucher kamen. "Da war es eher ruhig", sagt Gerüstbauer Kai Flößner. Er hat die Zeit dann zum Austausch mit Nico Teutsch genutzt, dem Geschäftsführer der Otex Textilveredelung GmbH aus Flöha. Das Ergebnis: Die beiden wollen - vielleicht gemeinsam mit weiteren Unternehmern - noch aktiver auf Schulen zugehen und ihre Betriebe präsentieren. Nico Teutsch: "Man hätte noch mehr Werbung in Richtung Schulen und Schüler machen müssen. Vielleicht wäre dann auch nachmittags die Resonanz größer gewesen." Genau darüber denken nun auch Andrea Viertel und Ramona Maier nach, die mit weiteren Kollegen der Stadtverwaltung und dem Gewerbe- und Festverein Flöha die Börse organisiert haben. "Wir stellen uns die Frage, über welche Marketing-Kanäle wir noch bessere Ergebnisse erzielen können", so Viertel. Für kreative Ideen sei sie dankbar. Doch nun muss zunächst geklärt werden, ob die Börse eine Neuauflage erfährt. Am 24. Oktober präsentiert Oberbürgermeister Volker Holuscha (Linke) dem Stadtrat eine erste Bilanz.

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