B 173: Autofahrer sehen nicht mehr Rot

Die Taktzeiten der Ampel in Oberschöna sind geändert worden. Aus Richtung Oederan und Freiberg ist jetzt länger Grün. In Stoßzeiten ist trotzdem Geduld nötig.

Oberschöna.

Werner Helfen, Chef der Gebietsverkehrswacht Freiberg, hat das Ohr an der Masse. Er war es auch, der die "Freie Presse" als erster auf Probleme mit den Taktzeiten der provisorischen Ampel auf der B 173 in Oberschöna hingewiesen hatte: Fahrer auf der Dorfstraße in Richtung Wegefarth beziehungsweise Brand-Erbisdorf wurden benachteiligt. Ende voriger Woche hat das zuständige Verkehrssicherungsunternehmen eine Nachjustierung der Ampel vorgenommen.

Laut Freibergs Ordnungsamtsleiterin Antje Liebernickel wurde die Grünphase aus Richtung Freiberg auf 15 Sekunden verlängert. Vorher waren es 10 Sekunden. Bei hohem Verkehrsaufkommen betrage die Grünphase auf der B 173 jetzt maximal 40 Sekunden, zuvor waren es 25Sekunden. Und Verkehrswächter Werner Helfen konstatiert: "Soviel ich von Autofahrern gehört habe, hat es etwas gebracht. Der Rückstau aus Richtung Freiberg ist durch die längere Ampelphase kürzer geworden." Im Freiberger Rathaus liegen derzeit keine Beschwerden oder Hinweise zur B-173-Ampel vor, so die stellvertretende Ordnungsamtschefin Krystin Hertzsch gestern.

Die Ampel in der Ortsdurchfahrt Oberschöna wurde eingerichtet, weil die offizielle Umleitung während der Arbeiten an der Bahnbrücke Chemnitzer Straße in Freiberg über die Hainichener Straße und Wegefarth beziehungsweise über Brand-Erbisdorf führt. Oberschönas Bürgermeister Rico Gerhardt (CDU) sagt: "Ich selbst habe in den vergangenen beiden Tagen keinen größeren Rückstau aus Richtung Freiberg festgestellt." Die Standzeiten seien stark vom Verkehrsaufkommen abhängig. Mehrere Pendler bestätigen diese Beobachtung - wobei es in Spitzenzeiten teils immer noch zu längeren Wartezeiten kommt. Doch offenbar lässt sich daran nichts mehr ändern. Denn beim Nachjustieren der Lichtsignalanlage ist das Ende der Fahnenstange erreicht. "Eine weitere Optimierung ist aufgrund der Gegebenheiten nicht möglich", sagt Amtsleiterin Liebernickel.

Im Oberschönaer Rathaus hatten sich einige Einwohner über die Schaltzeiten der Ampel beschwert. Meist ging es dabei aber laut Bürgermeister Gerhardt um die Ausfahrt Mühlenweg, wo es vermutlich ein Problem mit einem Sensor gab.

In der Vergangenheit forderten Oberschönaer wiederholt, dass die Kreuzung Bundesstraße/Dorfstraße übersichtlicher gestaltet wird. Zudem dringen sie auf eine bessere Variante für die Fußgänger, die vom Rathaus zum Ortszentrum gelangen wollen. Schließlich ist es auch ein Schulweg. Bürgermeister Gerhardt sagt auf Anfrage: "Grundsätzlich würde ich eine dauerhafte Ampelanlage begrüßen." Das sei auch bei Besprechungen der Gemeindeverwaltung mit der Verkehrsbehörde des Landkreises und dem Landesamt diskutiert worden. "Favorit bleibt ein Kreisverkehr an der Stelle", sagt Gerhardt. Eine Ampelanlage als Zwischenlösung sei nicht wirtschaftlich. Doch der Bürgermeister hat eine gute Nachricht: "Die Fußgängerampel vom Parkplatz Rathaus zum Mühlenweg wird bald gebaut. Das wurde mir vorige Woche mitgeteilt", sagt Gerhardt. Er fügt hinzu: "Ich bleibe da auf jeden Fall dran."

Verkehrswächter Helfen unternahm gestern vormittags und nachmittags Kontrollfahrten. 16 Uhr meldete er: "Kein Rückstau in Richtung Freiberg und Chemnitz, es staut sich leicht in Richtung Ortszentrum und Wegefarth - aber die Autos kommen alle mit dem ersten Schwung durch." Das Nachjustieren habe etwas gebracht. "Die Ampel ist so eingestellt, dass die Hauptströme Priorität haben", so Helfen.

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