Badegäste sollen Preise aufrunden

Erlös geht an Elternverein krebskranker Kinder

Oederan.

Die Besucher des Erlebnisbades Oederan können in diesem Sommer von einer Gesetzesänderung profitieren und gleichzeitig etwas für einen guten Zweck tun. Denn die von der Bundesregierung zum 1. Juli beschlossene Senkung der Mehrwertsteuer von 7 auf 5 Prozent wird an die Schwimmgäste weitergegeben, wie die Stadtverwaltung entschieden hat. Das macht sich in günstigeren Eintrittspreisen bemerkbar.

"Es wäre aber wünschenswert, wenn die Besucher des Erlebnisbades beim Bezahlen trotzdem auf den alten Preis aufrunden würden. Der Differenzbetrag soll nämlich für eine gute Sache gespendet werden", sagte Initiator Marco Metzler von der Stadtverwaltung. Das Geld, das durch Aufrundung eingenommen wird, kommt dem Elternverein krebskranker Kinder Chemnitz zugute.

Der Oederaner Ralph Quandt, der in den vergangenen Jahren immer wieder verschiedene Spendenaktionen für den Verein startete, hat bereits eines seiner bekannten Spendenhäuser zur Verfügung gestellt. Das steht nun an der Kasse des Freibades. "Es würde das Team vom Erlebnisbad sowie die Verwaltung sehr freuen, wenn sich viele Gäste an der Aktion beteiligen würden, damit wir dem Verein im Herbst einen ordentlichen Betrag überweisen können", sagte Metzler.

In anderen Freibädern der Region ist die Handhabe mit der Steuersenkung allerdings eine andere. "Der Aufwand ist zu groß, um die Preise nun um wenige Cent zu senken", sagt Tina Petzold, Vereinsvorsitzende des Eppendorfer Freibades. "Die Gemeinde, die für die Preise zuständig ist, müsste erst Geld in die Hand nehmen, um das Kassensystem zu verändern. Das ist aber nicht passiert", so die Vereinschefin. Ähnlich ist es in Erdmannsdorf, wie Gottfried Jubelt berichtet. "Wir haben derzeit schon viel Aufwand mit den Corona-Auflagen, da lohnt sich dieser Aufwand wegen weniger Cent einfach nicht", so der Chef vom Badverein.

Auch im Falkenauer Freibad sieht man von einer Preissenkung ab. "Es gibt keine Veranlassung für uns, die Mehrwertsteuer zu senken, da wir als Stadt nicht umsatzsteuerpflichtig sind", sagt der Flöhaer Oberbürgermeister Volker Holuscha (Die Linke). (mit scso)

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