Baufirma will verlorene Zeit wieder aufholen

Kirchenbrücke: Kran soll Abbruchbagger in den Fluss rein- und rausheben

Flöha.

Beim Neubau der Kirchenbrücke in Flöha geht es aktuell vor allem darum, den zeitlichen Rückstand aufzuholen. Durch den verzögerten Baubeginn fehlen etwa drei Wochen. Trotzdem sei die Baufirma bemüht, den Abriss der alten Brücke wie ursprünglich geplant bis Jahresende abzuschließen. Das sagte Stanimir Enew, der im Rathaus für die Abstimmung mit der beauftragten Baufirma aus Hainichen zuständig ist, dem Technischen Ausschuss. Im Januar beginnt die Schonzeit für die Fische; ein Brückenabriss ins Wasser hinein ist dann verboten. Um verlorene Zeit aufzuholen, wurde ein zweites Bohrgerät aufgebaut. Damit können die Bohrpfähle, statt nacheinander, zeitgleich auf beiden Uferseiten eingebaut werden. Zudem soll auf die Baustraße im Flussbett verzichtet, und die Abrissbagger sollen per Autodrehkran in den und aus dem Fluss gehoben werden. Damit spart man etwa 300 bis 400 Kubikmeter Material, das in den Fluss hätte gebracht werden müssen. "Dafür gibt es aber andere Kosten, wie zum Beispiel die für die Technik", so Enew.

Das Abbruchmaterial wird über eine etwa 15 Grad steile Rampe auf der Uferböschung weggefahren, auf einer Fläche an der Turnerstraße zwischengelagert, zerkleinert und entsorgt. Die Rampe kommt nach dem Abbruch der alten Brücke weg.

Klarheit herrscht inzwischen auch über die Umleitung für den Fußgänger- und Radverkehr zur Auenstegbrücke. Weil auf dem Geh- und Radweg demnächst ein Baucontainer platziert wird, gibt es eine Umleitung, die zwischen dem Restaurant "Athos" und dem Parkplatz am Anger entlang führt und dann zur Fußgängerbrücke abzweigt. Der jetzt bereits vorhandene Weg wird asphaltiert, und es wird eine Rampe zur Auenstegbrücke angelegt.

Der Neubau der Kirchenbrücke wird voraussichtlich bis Dezember nächsten Jahres dauern. Die Kosten für die neue Brücke, die einen schmaleren Mittelpfeiler hat und damit im Hochwasserfall mehr Wasser durchlässt, betragen voraussichtlich 2,7 Millionen Euro. Damit wird der Ersatzneubau etwa eine Million Euro teurer als geplant. Die Stadt Flöha bekommt neben Fördergeld auch einen Baukostenzuschuss vom Freistaat Sachsen.

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