Bauliste für die nächsten Wochen ist lang

Straßen, Brücken, Hochwasserschutz: In Mittelsachsen fließen dieses Jahr mehr als 10 Millionen Euro in Straßenbauprojekte. Bis zum Winter ist noch viel zu tun. In Hennersdorf gibt es schon gute Aussichten für nächstes Jahr.

Hennersdorf.

Zwei Monate hat das Jahr 2017 zwar noch, aber Claudia Richter, Fachbereichsleiterin in der Abteilung Straßen im Landratsamt, zieht trotzdem schon eine positive Bilanz. "Es war ein gutes Jahr für den Straßenbau", sagt Richter. Rund 10 Millionen Euro hat der Landkreis Mittelsachsen dieses Jahr in den Kreisstraßenbau gesteckt, weitere knapp 2 Millionen Euro sind für die Instandhaltung vorgesehen, mehr als 2 Millionen Euro für Hochwasserschutzvorhaben.

Für nächstes Jahr plant der Landkreis die Sanierung der Holzbrücke in Hennersdorf. Zunächst wird mit dem beim Hochwasser 2013 beschädigten Mittelpfeiler begonnen, 2019 folgt die Stahl- und Holzkonstruktion, hieß es gestern aus der Landkreis-Pressestelle. Bei Sicherungsmaßnahmen 2015 hatte sich herausgestellt, dass die Schäden an der fast 200 Jahre alten Holzbrücke größer sind als gedacht. Die Sanierung ist unumgänglich. Doch hier zunächst ein Auswahl-Überblick über die die für dieses Jahr geplanten Maßnahmen und deren aktuellen Stand.

Kunnersdorf - Brücke wird gebaut: Die neue Brücke der Klein- olbersdorfer Straße in Kunnersdorf steht kurz vor der Fertigstellung. Noch diese Woche soll der Guss- asphalt auf den Brückenkörper aufgetragen werden. Allerdings gibt es danach noch einiges zu tun. So muss zum Beispiel die für den Linienverkehr errichtete Aushilfsbrücke wieder abgebaut werden. Für das Projekt sind 340.000 Euro geplant gewesen, und nach Aussage von Kreissprecher André Kaiser bewegt sich das Vorhaben im Kostenplan. "Wir gehen davon aus, dass die Bauarbeiten noch bis Dezember dauern", so Claudia Richter.

Gahlenz - Großprojekt auf 2018 verschoben: Eines der teuersten Bauvorhaben des Landkreises verzögert sich. Die Kreisstraße zwischen Hammerleubsdorf und dem Oederaner Ortsteil Gahlenz wird erst 2018 für 1,8Millionen Euro saniert. Richter begründet die Änderung des Zeitplans mit Baurechtsverhandlungen: "Wir wollen dem Naturschutz gerecht werden und nichts überstürzen." Hintergrund: Für die Sanierung der Straße in einem unter Naturschutz stehenden Waldgebiet soll die Fahrbahn verbreitert werden. "Wir wollen möglichst wenig abholzen, um die sehr schmale Straße breiter zu machen", so Richter. Daher gelte es abzuwägen, was naturschutzrechtlich nötig und verkehrsrechtlich vertretbar sei. Man sei derzeit in Abstimmungen.

Breitenau - Start 2018: 2016 wurde der dritte Abschnitt der Sanierung der Kreisstraße im Oederaner Ortsteil Breitenau verschoben, weil keine Fördermittel flossen. Eigentlich sollten in diesem Jahr ab August bis Herbst 2018 die Bagger rollen. Nun wurde der Maßnahmenstart ins kommende Jahr verschoben. Laut Claudia Richter bereitet die Kreisbehörde derzeit die Ausschreibung der Bauaufträge vor, im Januar solle die Vergabe an Baufirmen erfolgen. Geplant ist ein Baubeginn im Frühjahr.

Hainichen - Bauverzug aufgeholt: Der seit Mai laufende Neubau einer Stützwand entlang der Berthelsdorfer Straße (K 8232) in Hainichen war nach einem Unfall auf der Baustelle in Zeitverzug geraten. Die Arbeiten waren unterbrochen worden, nachdem Ende Mai ein umgekipptes, 72 Tonnen schweres Bohrgerät in ein Haus gestürzt war. In das Hochwasserschutzprojekt werden 500.000 Euro investiert. "Den Bauverzug haben wir größtenteils wieder aufgeholt", sagt Richter. Ende November sollen die Arbeiten beendet werden.

Langenau - Streit um Baumaterial: Eigentlich sollte eine Plattenbrücke der Straße zwischen Mönchenfrei und Langenau ab August ausgewechselt werden. Das Junihochwasser 2013 hatte ihr arg zugesetzt. Doch bisher hat sich nichts getan. Denn ein Anlieger hat die Erklärung nicht unterschrieben, dass während der Arbeiten auf seinem Grundstück vorübergehend Baumaterialien abgelagert werden dürfen. Die Unterlagen würden nochmals aufgearbeitet und der Landesdirektion vorgelegt. Die übergeordnete Behörde eröffne dann das Planfeststellungsverfahren.

Hartmannsdorf - Probleme mit Entwässerung: Der Umbau der großen Kreuzung an der ehemaligen B 95/Leipziger Straße und Burgstädter beziehungsweise Limbacher Straße hat vor wenigen Wochen begonnen. "Es gab Probleme mit der Entwässerung der Straße; daher waren zusätzliche Leistungen erforderlich", sagt Richter. Dennoch halte man daran fest, dass die Arbeiten bis Dezember abgeschlossen sind.

Kriebstein - Kreuzung nächstes Jahr: Bis April 2018 sollen im zweiten Teil des dritten Bauabschnitts beim weiteren Ausbau der Kreisstraße in Kriebstein 1,3 Millionen Euro verbaut werden. "Wir liegen derzeit noch im Zeitplan", sagt Claudia Richter. Noch dieses Jahr soll der größte Teil der Straße fertigwerden. "Die Kreuzung wird dann kommendes Jahr gebaut." Unterdessen geht es auch an die Planung für den Ausbau des Burgbergs. Derzeit arbeite man daran, dafür Baurecht zu bekommen. (mit mbe)

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