Bauverzug und Corona: Schiffe fahren erst ab Mai

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Im April wird noch kein Ausflugsboot auf dem Kriebsteinsee sein. Los geht es danach nur mit den kleineren Fähren.

Kriebstein.

Der Zweckverband Kriebsteintalsperre hat den 1. Mai als neues Ziel für die Wiederaufnahme des Schiffsverkehrs ausgegeben. Dass es an diesem Tag auch ein kleines Fest gibt, mag Thomas Caro, Geschäftsführer des Zweckverbandes, nicht so recht glauben. "Kontaktbeschränkungen wird es immer noch geben, und wir können die Anzahl der Gäste in diesem Gelände nun mal nicht regulieren", so Caro.

Er plant, zunächst nur die beiden kleineren Fähren nach einem Sonderfahrplan in Betrieb zu nehmen. Für die größeren Fahrgastschiffe könne die Saison wohl erst zu Pfingsten beginnen. Allerdings wird ab 1. April wieder der kleine Fährverkehr zwischen den gegenüberliegenden Ufern von Lauenhain und Ringethal aufgenommen. Diese kurze Verbindung über das Wasser sei vor allem für Wanderer wichtig.

Die Arbeiten zum Umbau des Hafens liegen laut Mittweidas OB Ralf Schreiber (CDU), der Vorsitzender des Zweckverbandes ist, aktuell vier bis fünf Wochen im Verzug. Damit wäre der für Ostern geplante Saisonauftakt auch ohne Pandemie nicht durchführbar. Aktuell werden im Areal am Ufer gleich zwei neue Baustellen eingerichtet. So beginnt nun die Anbindung des neuen Fähranlegers für Sportboote an den Hafenbereich. Zudem wird eine andere Firma die Fläche der neu entstandenen Uferpromenade pflastern.

Noch liegen alle größeren Schiffe an Land und werden für die Saison vorbereitet. "In dieser Woche sind die Werftarbeiter noch dabei, am Rumpf einiger Boote Löcher zuzuschweißen", erläutert Caro. So habe nicht nur die MS "Hainichen" ein drei Quadratmeter großes Loch. Auch an anderen Schiffen werden kleinere Löcher wieder verschlossen. Die beiden großen Fahrgastschiffe sollen ab 15. März zu Wasser gelassen werden. "Das ist wichtig, weil dann im Hafen wieder ein Kran aufgebaut werden muss", erklärt der Geschäftsführer. Sind die großen Schiffe im Wasser, soll noch die Lücke in der neuen Ufermauer auf Höhe des Kassenhäuschens geschlossen werden.

Ab 23. März werden zudem die neuen Pontons für die Anlegestellen ins Wasser gehoben. Sie bilden wie eine Brücke die Verbindung zwischen Land und Schiff. Den Weg vom Besucherzentrum zum Wasser soll künftig ein Aufzug erleichtern, der dann erstmals einen barrierefreien Zugang ermöglicht.

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