Bekannten mit Auto überfahren: Verteidiger fordern Freispruch

Breitenau/Chemnitz.

Im Fall eines am 3. April 2017 auf einem Feld in Breitenau in Mittelsachsen überfahrenen Chemnitzers haben die beiden Verteidiger des Angeklagten am Mittwoch Freispruch gefordert. In ihren ausführlichen Plädoyers, mit denen der 20. Verhandlungstag in dem Totschlagsprozess gegen einen 33 Jahre alten Mann aus dem Raum Flöha eröffnet wurde, begründeten sie, warum sie Zweifel an der Täterschaft des Angeklagten sehen.

Die Staatsanwaltschaft legt dem Mann zur Last, das Opfer nach einem gescheiterten betrügerischem Autoverkauf mit Absicht zunächst angefahren und dann noch zusätzlich überrollt zu haben. Der Mann aus Chemnitz starb am Tatort an den schweren Verletzungen. Während der Staatsanwalt am 20. August elf Jahre Haft für den Angeklagten gefordert hatte, meinten seine Verteidiger, dass nicht ausgeschlossen werden könne, dass ein anderer das Fahrzeug geführt habe. Dass sich darin die DNA des Angeklagten befunden habe, sei  aus ihrer Sicht kein hinreichender Beweis, weil er den Kleinwagen bis dahin regelmäßig genutzt habe.  Verteidiger Carsten Brunzel sagte, die gesamte Anklage sei auf Indizien aufgebaut. Etliche objektive Feststellungen würden aber gegen den Ablauf sprechen, auf den die Anklage aufgebaut ist. (gt)

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