Beliebte Bäder geschlossen

Während das Erzenglerbad bei Brand-Erbisdorf nur für zwei Wochen dicht bleiben soll, fällt am Soldatenteich bei Freiberg die Saison komplett aus.

Freiberg/Brand-Erbisdorf.

Das Freiberger Waldbad, im Volksmund auch als Soldatenteich bekannt, bleibt weiterhin gesperrt. "Es wird keinen Badebetrieb in diesem Jahr geben", erklärte Oberbürgermeister Sven Krüger (parteilos) am Donnerstagabend im Stadtrat. Nachdem dort immer wieder alte Munition gefunden worden war, wurde das Areal des beliebten Ausflugszieles Anfang des vorigen Jahres für die systematische Suche gesperrt. Seither entdeckten Sprengstoffexperten eine stattliche Anzahl an Kampfmitteln. Nach Angaben von Daniel Großer-Scholz vom Kampfmittelbeseitigungsdienst wiegen allein die Granatstücke in Summe rund 560 Kilogramm. "Wir hantieren mit Kampfmitteln, die mehr als 70 Jahre alt sind", sagte er und ergänzte: "Es wird nicht ungefährlicher". Deswegen durchkämmen die Experten das Gelände weiter. Zurzeit sind Suchtrupps auf dem ehemaligen Spielplatz zugange. Anschließend ist der Parkplatz und der Campingplatz an der Reihe. "Wir hoffen, dass wir bis zum Jahresende die Badfläche schaffen", so Großer-Scholz.

Trotz des angekündigten Sommerwetters bleibt auch ein weiteres beliebtes Naturbad nach Pfingsten geschlossen. Wie schon Anfang Juni werden die Besucher am Erzgenglerbad bei Brand-Erbisdorf vor verschlossenem Tor stehen. Auf der Internetseite der Stadt ist von geänderten Öffnungszeiten der beliebten Freizeitoase zu lesen: Das Bad wird demnach zwar bis kommenden Montag von 10 bis 19 Uhr geöffnet sein. Eine Imbissversorgung werde es allerdings nicht geben. In den darauf folgenden zwei Wochen vom 11. bis 24. Juni bleibt das Naturbad geschlossen.


Als Grund für die Badschließung mitten in der Saison nennt Fachbereichsleiterin Gundula Lehmann akute Personalprobleme. Nach ihren Worten stehen zwei der drei Fachangestellten für Bäderbetrieb wegen Krankheit nicht zur Verfügung. "Die dritte Fachangestellte kann den Betrieb nicht allein mit den Rettungsschwimmern absichern. Die Rettungsschwimmer wiederum dürfen nicht ohne Fachkräfte tätig sein", erklärt sie.

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