Betrieb weiht moderne Melkanlage ein

450 Tiere werden in Waldkirchen per Roboterarm gemolken. Das Projekt konnte gerade rechtzeitig vor Ablauf der Förderperiode umgesetzt werden.

Waldkirchen.

2,4 Millionen Euro hat die Bauernland Agrar Aktiengesellschaft in den Bau eines automatisierten Melkkarussells in Waldkirchen investiert. Gestern wurde die Anlage offiziell eingeweiht. Beim Umsetzen des Projektes saß den Bauherren stets die Zeit im Nacken.

Innerhalb eines Jahres galt es, die Investition aus dem Boden zu stampfen. Denn Ende September lief die Förderperiode ab. Bis dahin mussten alle Rechnungen vorliegen, sonst hätte dem Unternehmen die Rückzahlung von Fördermitteln gedroht. In diesem Fall wären das 608.000 Euro gewesen, machte der Bauernland-Vorstandsvorsitzende Matthias Espig zur Einweihungsfeier deutlich. Am 4. April nahm das mit Roboterarmen bestückte Melkkarussell die Arbeit auf. Am 9. September kamen die Vor- und Nachwartehöfe - die Verbindung zwischen Stall und Melkhaus - hinzu.

Rund 450 Kühe werden derzeit zweimal täglich in der Anlage gemolken. Etwa 14.000 Liter Milch kommen auf diese Weise zusammen. Mit der Automatisierung des Melkvorganges betrete das Unternehmen völliges Neuland, sagte Espig. Bisher hätten die Melker vorab jedes Tier einzeln untersucht. Nun müssten sie sich in puncto Tiergesundheit auf die installierten Systeme verlassen. Die Roboter analysieren zum Beispiel den Milchfluss am Melkzeug sowie die Leitfähigkeit, die Aufschluss über eine gegebenenfalls vorliegende Entzündung gibt. Jedes Rind trägt zudem einen Schrittzähler. Damit lässt sich unter anderem feststellen, wann ein Tier paarungsbereit ist.

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