Bleibt der Ortschaftsrat doch?

Gornaus Bürgermeister hatte auf Absagen gehofft

Dittmannsdorf.

Der Gornauer Ortsteil Dittmannsdorf wird wohl doch wieder einen Ortschaftsrat bekommen. Das hält Bürgermeister Nico Wollnitzke (CDU) für sehr wahrscheinlich. Eigentlich wollten CDU und Bund Freier Wähler das Gremium abschaffen. Deshalb hatten sie sich im Gemeinderat darauf verständigt, für die Wahl am 26. Mai keine eigenen Kandidaten zu benennen. Weil es keine Bewerber gab, konnten die Dittmannsdorfer bis zu drei Namen auf dem Stimmzettel notieren. Denn für diesen Fall sieht die Sächsische Gemeindeordnung eine Mehrheitswahl vor. 54 Namen haben die Wähler genannt, die nun als Ortschaftsräte infrage kommen.

Nico Wollnitzke wollte alle besuchen, in der Hoffnung, dass die Genannten absagen. Doch so einfach ist das nicht: Die ersten Fünf, deren Name am häufigsten auftaucht, sind schon als Ortschaftsrat gewählt. "Sie müssten einen gewichtigen Grund vorbringen, um das Ehrenamt nicht anzunehmen", erklärt der Bürgermeister nach Rücksprache mit dem Landratsamt. Wollnitzke strebt nun im Einvernehmen mit dem neuen Gemeinderat eine Änderung der Hauptsatzung an, um den Ortschaftsrat ohne dessen Zustimmung per Ratsbeschluss auflösen zu können. Aber das wäre erst vor der übernächsten Wahl in zehn Jahren möglich. Der Ortschaftsrat kostet Gornau etwa 7000 Euro im Jahr. Aufwand und Nutzen stehen laut Gemeindechef in keinem Verhältnis. Das Gremium will er durch einen Kulturstammtisch ersetzen. (mik)

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